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Kürbissuppe a la Laksa lemak aus Malaysia

Kürbissuppe a la /Laksa lemak aus Malaysia

Welche Kürbissuppen-Rezepte kennt ihr? Ich stelle immer wieder fest, dass die meisten Leute so eine klassische Kürbissuppe machen. Also Kürbis mit Brühe und Sahne, dann püriert und gerne mit Ingwer oder Muskat gewürzt und Orangennote. Als Alternative gibt es die Variante mit Kokosmilch, Ingwer und Zitronengras. So, das wars dann. Und gerne natürlich einen Hokaido, weil, den muß man nicht schälen!

Für Menschen, die im Oktober und November 2-3 mal Kürbissuppe essen, ist das ja auch OK. Aber, wer wie wir, Mitglied einer solidarischen Gemeinschaft ist, oder einen eigenen Garten hat und erntet, der hat mindestens 20 Kürbisse über den Winter verteilt, die er verarbeiten muß. Da wird der beste Klassiker irgendwann langweilig, sei er noch so lecker.

In meiner Fusionküche habe ich euch daher ein Kürbissuppenrezept in Anlehnung an ein typisch asiatisches Streetfoodgericht gezaubert. Nämlich einer Laksa aus Malaysia. Typischerweise wird diese traditionelle Suppe oft mit Garnelen oder Fisch zubereitet, aber es geht auch vegan. Also eine ganz andere Art der Kürbissuppe, mit köstlich asiatischen Aromen, die sich wunderbar mit dem süßen Kürbis verbinden. Denn in dieser außergewöhnlichen Kürbissuppe übernimmt das Gemüse den Part der Garnelen. Und etwas Klassik ist auch mit dabei, denn diese leckere Suppe wird mit Kokosmilch zubereitet ;-)

Laksa lemak aus Malaysia

Laksa ist eine würzig-scharfe Nudelsuppe, die typisch für die Küche Malaysias und Singapurs ist. Neben Nudeln und Gemüse enthält das Nationalgericht in der Regel Ei, Fisch, Krabben oder Garnelen. Aber auch Hühnchen findet man häufig in den Rezepten. Laksa gibt es also in den verschiedensten Varianten. Und hier jetzt auch als vegane Laksa lemak.

Hauptsächlich unterscheidet man bei dem südostasiatischem Suppenklassiker zwischen der cremig-würzigen Laksa lemak auf Basis von Kokosmilch und der süßsauer-scharfen Assam-Laksa, die ihren Geschmack über die Säure der Tamarinde bekommt.

Wo bekomme ich die Zutaten für eine Laksa her - und wenn nicht, was dann? Laksa wird häufig mit einer Würzpaste gemacht, die man in Asia-Shop findet. Leider enthält sie wiederum Garnelenpaste und ein paar Zusatzstoffe *bäh

In diesem veganen Laksa-Rezept habe ich die Laksa-Paste nachgemacht, natürlich ohne tierische Zutaten. Ich habe fast alle Lebensmittel im Asia-Shop gefunden, bis auf den vietnamesichen Koriander. Den bekomme ich normalerweise immer am Kräuterstand auf dem Wochenmarkt. Im Moment bekommt man allerdings auch dort nur Adventsgestecke :-/ Normaler Koriander ist aber auch fein. Und solltest Du keinen Asia-Shop in Deinem Ort haben oder dort keine Kemirinüsse, Galgantwurzel, frisches Zitronengras oder sonstige Zutaten finden, dann findest Du im Rezeptteil jeweils eine Alternative, die man auch im gut sortierten Supermarkt findet. Zur Not kann man die frischen Mungobohnensprossen auch durch Sprossen aus dem Glas ersetzten. Aber natürlich wird diese Laksa dann nicht mehr so authentisch schmecken. Na ja, so authentsich eine Laksa lema als Kürbissuppe schmecken kann.

Futsu black Kürbis

Wir hatten dieses Jahr 2 neue Kürbissorten in unseren Ernteeinheiten. Einer davon ist der Futsu black. Wie der Hokaido stammt auch diese Kürbis-Sorte ursprünglich aus Japan. Der Futsu black ähnelt in Form und Geschmack dem Muskatkürbis, ist aber verglichen mit ihm viel kleiner. Er ist süßlich mit einem leicht nussigem Muskataroma.

Optisch ist er sehr eigenwillig und verfärbt sich bei der Reife von dunkelgrün in terracotta mit grauem Überzug. Wie bei vielen Kürbissorten ist auch beim Futsu black die Schale essbar. Allerdings braucht sie länger zum durchgaren als das Fruchtfleisch, weshalb ich ihn in diesem Rezept geschält habe. Wenn ihr ihn z. B. püriert, oder das Fruchtfleisch zerfallen soll, braucht ihr das natürlich nicht zu tun.

Der Vorteil des Futsu black gegenüber dem Hokaido ist seine gute Lagerfähigkeit. In kühlen Räumen, oder dem Keller hält er sich bei unbeschädigter Schale bis zu 6 Monaten. Das ist natürlich gerade für uns als SoLaWi Mitglieder von unschätzbarem Wert, denn bei uns im Wintergarten schlummern noch etliche andere Kürbissorten, die vor dem Frühjahr gegessen werden wollen.

Zutaten

Mengen für ca. 4 Personen

Kürbissuppe:
  • 200 gTofu, natur
  • 1 TLKokosöl /-fett
  • 1 kgFutsu black Kürbis
  • 100 grote Zwiebeln
  • 1.5 gKnoblauchzehen
  • 1 St.Kurkuma, frisch
  • oder alternativ
    1 TLKurkuma
  • 1 St.Galgantwurzel
  • oder alternativ
    2 TLGalgant, gemahlen
  • 2 Stk.Zitronengras, frisch
  • oder alternativ
    4 TLZitronengras
  • 2 St.Noriblatt, 5x5 cm
  • 10 St.Kemiri-Nüsse
  • 10 St.Macadamia-Nüsse
  • 1 TLKoriandersamen
  • 3 ELNo Fish-Soße
  • 2 ELBratöl
  • 1 ELKokosblütenzucker
  • 1.5 TLSalz
  • etwasschwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 400 mlKokosmilch
  • 1 ELLeinöl
  • 100 gReisnudeln
Topping:
  • 2 handvollMungobohnensprossen
  • 1 St.Salatgurke
  • 3 Zweigevietnamesischer Koriander
  • etwasChillischote, rot
  • 2 ELBratöl
  • etwasChillischote, rot
  • 1 kgFutsu black Kürbis
  • Alternativposition
    2 TLGalgant, gemahlen
  • 1 St.Galgantwurzel
  • 10 St.Kemiri-Nüsse
  • 1.5 gKnoblauchzehen
  • 1 ELKokosblütenzucker
  • 400 mlKokosmilch
  • 1 TLKokosöl /-fett
  • 1 TLKoriandersamen
  • Alternativposition
    1 TLKurkuma
  • 1 St.Kurkuma, frisch
  • 1 ELLeinöl
  • 10 St.Macadamia-Nüsse
  • 2 handvollMungobohnensprossen
  • 3 ELNo Fish-Soße
  • 2 St.Noriblatt, 5x5 cm
  • 100 gReisnudeln
  • 1 St.Salatgurke
  • 1.5 TLSalz
  • 200 gTofu, natur
  • Alternativposition
    4 TLZitronengras
  • 2 Stk.Zitronengras, frisch
  • 100 grote Zwiebeln
  • etwasschwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 3 Zweigevietnamesischer Koriander

Zubereitung

  1. Vorbereitung

    Tofu in ein Stück Küchenpapier einwickeln und zwischen zwei Küchenbrettchen pressen, so dass die Flüssigkeit austritt.

    Den Kürbis entlang der Rippen achteln, die Kerne entfernen und schälen. Man kann die Schale des Futsu black zwar mitessen, sie braucht aber wesentlich länger als das Fruchtfleisch. Daher ist der Kürbis meist zu weich wenn die Schale gar ist oder die Schale ist zu hart, wenn der Kürbis richtig ist. Die Kürbisspalten ggf. nochmal teilen, so dass ca. 6x2 cm große Stücke entstehen.

    Zwiebeln, Knoblauch und Kurkuma schälen und würfeln, Chillischote und Galgant klein schneiden.
    Vom Zitronengras das dickere, untere Ende und 1/3 des oberen Endes abschneiden. Die äußeren beiden Blätter ebenfalls entfernen und den restlichen Teil sehr klein schneiden oder hacken. Noriblatt mit der Schere in sehr kleine Stücke schneiden, die Nüsse im Mixer mahlen.

  2. Kürbissuppe, Schritt 1

    Zwiebeln, Knoblauch und Kurkuma schälen und würfeln, Chillischote und Galgant klein schneiden.
    Vom Zitronengras das dickere, untere Ende und 1/3 des oberen Endes abschneiden. Die äußeren beiden Blätter ebenfalls entfernen und den restlichen Teil sehr klein schneiden oder hacken. Noriblatt mit der Schere in sehr kleine Stücke schneiden, die Nüsse im Mixer mahlen.

    In einem großen Topf zuerst die Zwiebeln mit der Chilli und den Koriandersamen in Öl kurz andünsten, danach Knoblauch, Kurkuma, Galgant, Zitronengras, Noriblatt, Nüsse und die No-Fishsauce hinzugeben und unter rühren 1-2 Minuten anbraten. Wenn es zu trocken wird, etwas Öl nachgießen.

    Danach den Kürbis, Kokosblütenzucker, 1 TL Salz und 500 ml Wasser hinzugeben und bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen.

  3. Tofu kross braten

    In einer Pfanne das Kokosöl erhitzen. Tofu in Stücke schneiden und von allen Seiten kross anbraten. Etwas salzen.

  4. Kürbissuppe, Schritt 2

    In die Suppe nun die Kokosmilch und das Leinöl geben. Wenn die Kokosmilch sich aufgelöst hat, die Reisnudeln etwas durchschneiden und direkt in die Suppe geben. Weitere 3-4 Minuten köcheln lassen, bis die Nudeln weich sind.

  5. Anrichten

    Mungobohnensprossen und Gurke waschen. Gurke in Streifen schneiden, von der Chillischote 1-2 feine Streifen abschneiden.

    Die Suppe auf 4 Schälchen aufteilen und mit Sprossen, Salatgurke, vietnamesischen Koriander, Chillischoten und Limette toppen.