Fingerfood mit Wow-Faktor: Knusprige Hirse-Pilz-Bällchen auf proteinreichem Wirsing-Bohnen-Püree
Das Gericht strotzt nur so vor guten Eigenschaften. Weiße Bohnen sind ungeheure Eiweißwunder und eine super gute pflanzliche Proteinquelle. Deshalb sind sie auch so beliebt bei Sportlern, denn Proteine sind ausschlaggebend für den Muskelaufbau. Zudem liefern sie langkettige Kohlenhydrate, die langsamer verdaut werden, einen stabileren Blutzuckerspiegel zur Folge haben und deshalb länger satt machen. Wirsing ist ein wahrer Vitamin C Booster und liefert etwa genauso viel wie eine Zitrone, was super für unsere Abwehrkräfte ist. Zudem enthält er noch weitere gesunde Nährstoffe wie Folsäure, Kalium und Eisen.
Genau das Richtige also für eine Powerfrau wie Alexandra Kleine-Beckmann. Denn dieses Gericht ist der erste Gang eines Motto-Fingerfood-Menüs, welches ich im Rahmen einer Lesung gemacht habe. Es symbolisiert Stärke durch das Wirsing-Bohnen-Püree, die Hirse-Pilz-Bällchen mit Räuchertofu liefern einen kräftigen, geerdeten Grundgeschmack und abgerundet wird das Ganze durch etwas Balsamico und Granatäpfel. Elemente die zwar gut zum Gericht passen, aber erstmal nicht erwartet werden und für etwas Verwirrung sorgen.
Tipps für die Festigkeit
- Hirse: Hier solltest Du feinkörnige Hirse verwenden, da sie besser klebt. Wenn du nur Goldhirse findest, kannst Du sie auch verwenden, allerdings ist diese noch etwas fester nach dem kochen und klebt nicht so gut.
- Räuchertofu: Je nachdem welchen Räuchertofu du verwendest, kannst du ihn auch mit den Händen sehr fein zerdrücken. Je nach Sorte kann er außen aber etwas hart sein. Dann bekommt man mit den Händen keine einheitliche Masse hin, sondern es bleiben noch grobere Stückchen übrig. Das sollte nicht sein, da sonst die Bällchen beim braten auseinander fallen können.
- Größe der Zutaten: Ob Zwiebel, Pilze oder Petersilie, auch hier gilt: Je feiner sie geschnitten sind, desto besser halten die Bällchen zusammen. Denn jeder größere Teil ohne Klebeeigenschaft fällt bei kleineren Bällchen ins Gewicht, da es eine Sollbruchstelle ist.
- Formen: Beim formen der Bällchen solltest Du versuchen sie möglichst rund und fest zu formen. Das geht am Besten mit angefeuchteten Händen. Wenn sie schön rund sind, kann man die Pfanne „schütteln“ und sie bewegen sich besser in der Form und braten von allen Seiten kross an. Sind sie nicht rund genug sondern eher etwas zu platt, musst Du sie mit 2 Löffeln, einer Grillzange, Pfannenwender o. ä. drehen können sie nur von 2 Seiten angebraten werden.
- Test: Fingerfood auf Spießen sollte halten und nicht auseinanderfallen wenn es auf dem Weg zum Mund ist. Das ist im besten Fall lustig, im schlimmsten Fall aber peinlich für den Gast und dich. Teste daher einfach die Festigkeit der veganen Hirsebällchen aus ob sie unfallfrei gegessen werden können. Lass sie dazu erstmal kalt werden, denn im warmen Zustand sind sie zwar noch leckerer, aber auch zerbrechlicher.
Zutaten
Mengen für ca. 6 Personen
- 240 gweiße Bohnen, gekocht
- 400 gWirsing
- 60 gZwiebeln
- 2 ELBratöl
- 2 St.Tomaten, getrocknet
- 1 ELZitronensaft
- 1 TLAhornsirup
- 1 TLSalz
- 0.3 TLRäuchersalz
- 0.5 TLZitronenpfeffer
- 0.5 TLSchabziger Klee, gemahlen
- 150 gHirse
- 300 mlGemüsebrühe
- 80 gChampignons, braun
- 40 gZwiebeln
- 100 gTofu, geräuchert
- 1 St.Knoblauchzehen
- 1 TLSalz
- 1 gestr. TLPaprikapulver, edelsüß
- 0.3 TLPfeffer
- 0.5 etwasSelleriesalz
- 0.25 Bd.Petersilie, gehackt
- etwasBratöl
- etwasBalsamicocreme
- 1 handvollGojibeeren
-
oder alternativ
1 handvollGranatapfelkerne - etwasPetersilie, gehackt
- 6 St.Fingerfood Spieße
- 1 TLAhornsirup
- etwasBalsamicocreme
- 2 ELBratöl
- etwasBratöl
- 80 gChampignons, braun
- 6 St.Fingerfood Spieße
- 300 mlGemüsebrühe
- 1 handvollGojibeeren
-
Alternativposition
1 handvollGranatapfelkerne - 150 gHirse
- 1 St.Knoblauchzehen
- 1 gestr. TLPaprikapulver, edelsüß
- 0.25 Bd.Petersilie, gehackt
- etwasPetersilie, gehackt
- 0.3 TLPfeffer
- 0.3 TLRäuchersalz
- 2 TLSalz
- 0.5 TLSchabziger Klee, gemahlen
- 0.5 etwasSelleriesalz
- 100 gTofu, geräuchert
- 2 St.Tomaten, getrocknet
- 400 gWirsing
- 0.5 TLZitronenpfeffer
- 1 ELZitronensaft
- 100 gZwiebeln
- 240 gweiße Bohnen, gekocht
Zubereitung
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Wirsing-Bohnen-Püree
Für das Wirsing-Bohnen-Püree den Wirsing vierteln, den Strunk entfernen und die Blätter in feine Streifen schneiden. Abwaschen und gut abtropfen lassen.
Zwiebel schälen, würfeln und mit dem Wirsing in einer großen Pfanne in Öl von allen Seiten anbraten.Bohnen mit dem Stabmixer pürieren. Nach belieben und Weichheit des Wirsings die Hälfte oder komplett mit pürieren. Sollte der Wirsing sehr dünn geschnitten und schon weich sein, ist es in der Regel nicht nötig ihn mit zu pürieren. Dann kann er einfach mit dem Bohnenpüree vermengt werden.
Tomaten sehr klein schneiden, mit Zitronensaft und Ahornsirup untermischen und das Püree mit den Gewürzen abschmecken.
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Hirse-Pilz-Bällchen
Hirse in Gemüsebrühe nach Packungsbeilage kochen. Achtung, es brennt zum Schluss gerne an, da die Flüssigkeit komplett verkocht.
Champignons säubern und klein schneiden, die Zwiebel schälen und hacken oder sehr fein würfeln.
2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und Champignons mit den Zwiebeln anbraten.Räuchertofu grob zerbröseln und mit den Händen zerdrücken, oder idealerweise mit dem Stabmixer pürieren.
Eine kleine Knoblauchzehe schälen und pressen und mit Räuchertofu, Hirse, Champignons, und den Gewürzen gut vermischen und zu runden Bällchen formen.In einer großen Pfanne etwas mehr Öl als üblich erhitzen und die Bällchen von allen Seiten goldgelb anbraten.
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Fingerfood anrichten
Wirsing-Bohnen-Püree auf Gläser aufteilen. Hirse-Pilz-Bällchen auf einen Fingerfood-Spieß aufstecken und auf das Püree geben.
2-3 Tropfen Balsamicocreme drüber träufeln, und mit Beeren, bzw. Granatapfelkernen und Petersilie bestreuen.
