Kochen in lecker!

Apfelkuchen mit veganem Quark-Öl-Teig

Apfelkuchen mit veganem/Quark-Öl-Teig

Wenn’s schnell gehen muss – aber trotzdem alle satt und happy sein sollen

Manchmal gibt es diese Tage, an denen sich plötzlich das halbe Leben zum Kaffeetrinken ankündigt. Die eine Freundin, die „eh grad in der Nähe“ ist, die Mutter, der „mal spontan vorbeischaut“, und dann noch der Nachbar, der zufällig Hunger mitbringt – ihr kennt das. In solchen Momenten braucht man ein Rezept, das funktioniert, schmeckt, viele glücklich macht und einem selbst nicht den letzten Nerv raubt. Genau für solche Tage habe ich das Rezept für einen veganen Apfel-Blechkuchen kreier. Und ich schwöre euch: Der rettet Leben. Oder zumindest Nachmittage.

Am Wochenende zum Beispiel: Ich hatte eigentlich keine Zeit zum Backen, weil ich eh schon zu viel um die Ohren hatte – und dann stand auch noch die Hauptversammlung unseres SoLaWi-Vereins an. Viele Leute, viele hungrige Blicke, null Kapazität für aufwendige Kuchen-Experimente. Aber irgendwas wollte ich trotzdem mitbringen, die Zusage zum Essenbeitrag war ja auch schon gemacht. Und natürlich muss es selbst gemacht sein zu dem Anlass. Also hab ich mich an dieses Rezept gemacht. 30 Minuten Vorbereitung, ab in den Ofen, fertig. Beim backen mußt Du ja kein Händchen halten ;-) Und was soll ich sagen: Alle waren satt. Und – vielleicht noch wichtiger – alle waren glücklich.

Noch schneller: Blitzkuchen in XL

Ich bin ehrlich, ich liebe Backen. Aber ich liebe auch meinen Freund und meine Katzen, mein Yoga und einfach mal schnelle Kuchen ohne Stress. Deshalb kommen mir komplizierte Torten mit fünf Schichten und Cremes aus Zutaten, die man nur in drei Bioläden der Stadt findet, nur in den Ofen, wenn ich etwas Zeit habe. Dieser Kuchen hier dagegen? Der ist wie ein guter Freund: unkompliziert, verlässlich und immer da, wenn man ihn braucht. Und vor allem: Er ist in nur 30 Minuten bereit für den Ofen. Während er dann so vor sich hinbackt und die ganze Wohnung nach Vanille und Apfel riecht, kann man sich um wichtigere Dinge kümmern - z. B. Tisch decken, kurz unter die Dusche springen oder einfach fünf Minuten durchatmen.

Ich habe den Kuchen schon in so vielen Variationen gebacken – und ehrlich, er verzeiht einem so einiges. Mal hatte ich nur drei Äpfel statt der empfohlenen sechs. Mal hab ich statt Zucker Ahornsirup genommen (war lecker!). Und letztes Mal hab ich ihn sogar mit Erdbeeren gemacht, weil Erdbeer-Saison war. Tipp am Rande: Mit Beeren ist der Teig schneller fertig, weil man sich das Schälen und Schnippeln spart. Da steht er nach 20 Minuten schon im Ofen und man kann sich innerlich feiern, weil man so effizient war.

Das Schöne: Der Kuchen kommt komplett ohne tierische Produkte aus – kein Ei, keine Butter, keine Milch. Und keiner merkt’s. Versprochen. Ich hab das mehrfach getestet – inklusive der „vegane-Kuchen schmecken nicht lecker“-Fraktion. Alle haben sich Nachschlag geholt. Manche wollten das Rezept. Und ja, einer hat sogar gefragt, ob da wirklich kein Ei drin ist. Ist es nicht. Braucht es auch nicht.

Super saftig und trotzdem gut portionierbar

Man kann diesen schnellen Apfel-Blechkuchen warm servieren oder kalt, mit Puderzucker bestäubt oder mit einem Klecks veganer Schlagsahne (solltet ihr ausprobieren!). Er funktioniert als Notfall-Kuchen, Mitbringsel, Geburtstagskuchen für die Kolleg:innen im Büro – oder als süßer Abschluss nach einem Sonntagsbrunch. Und man kann ihn auch wunderbar einfrieren, falls doch mal ein Stück übrig bleibt. (Haha. Als ob.)

Was ich auch total praktisch finde – und das sage ich als jemand, der meistens mit dem Fahrrad unterwegs ist: Der Kuchen lässt sich super portionieren. Du musst also nicht mit einem ganzen, wabbeligen Blech auf dem Gepäckträger durch die Gegend balancieren (been there, done that, never again). Einfach vor dem Transport in Stücke schneiden, in eine oder zwei Dosen stapeln – fertig. Die Stücke halten gut zusammen, bröseln kaum und lassen sich unterwegs super verteilen. Ob im Park, bei der Arbeit oder auf der Familienfeier – so kommt der Kuchen genau da an, wo er hin soll. Und das ganz ohne Kuchendrama auf dem Fahrradweg.

Also – wenn ihr das nächste Mal spontan Gäste bekommt oder einfach Lust auf was Süßes habt, ohne stundenlang in der Küche zu stehen: Dieser Apfel-Blechkuchen ist euer Ding. Schnell, einfach, vegan – und einfach verdammt gut. Mein Geheimtipp für eure nächste Versammlung, Familientreffen oder ähnliche Veranstaltungen.

Zutaten

Mengen für ca. 4 Personen

Veganer Quark-Öl-Teig:
  • 600 gWeizenmehl, Typ 550
  • 1 PKBackpulver
  • 150 gZucker
  • 1 PriseSalz
  • 250 gveganer Frischkäse, natur
  • 180 mlRapsöl, Buttergeschmack
  • 150 mlSojamilch, Vanille
Belag:
  • 1 kgÄpfel, säuerlich
  • 2 ELZitronensaft
  • 300 gveganes Creme fraiche
  • 1 PKVanillezucker
  • 70 gZucker
  • 100 gMandeln, gehobelt, gestiftelt oder ein Mix
  • 50 gGojibeeren
  • 4 ELHagelzucker
  • 1 PKBackpulver
  • 50 gGojibeeren
  • 4 ELHagelzucker
  • 100 gMandeln, gehobelt, gestiftelt oder ein Mix
  • 180 mlRapsöl, Buttergeschmack
  • 1 PriseSalz
  • 150 mlSojamilch, Vanille
  • 1 PKVanillezucker
  • 600 gWeizenmehl, Typ 550
  • 2 ELZitronensaft
  • 220 gZucker
  • 250 gveganer Frischkäse, natur
  • 300 gveganes Creme fraiche
  • 1 kgÄpfel, säuerlich

Zubereitung

  1. Vorbereitung

    Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in Spalten schneiden. In einer Schüssel mit Zitronensaft mischen.
    Das Blech mit Backpapier auslegen, den Ofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.

  2. Veganer Quark-Öl-Teig

    Für den veganen Quark-Öl-Teig alle trockenen Zutaten in eine Rührschüssel geben und miteinander mischen.
    Restliche Zutaten hinzufügen und mit dem Knethaken des Handrührgerätes zügig zu einem Teig kneten. Auf das Blech geben und mit den Händen gleichmäßig verteilen.

  3. Belag

    In einer Schüssel vegane Creme fraiche, Vanillezucker und Zucker mit dem Schneebesen glatt rühren und auf dem Teig verstreichen.

    Apfelspalten mit der dünneren Seite gleichmäßig in den Boden stecken. Gojibeeren und Mandelblättchen drüber verteilen und ca. 40 Minuten im Ofen backen. Nach dem abkühlen mit Hagelzucker bestreuen und nach Belieben vegane Schlagsahne dazu reichen.