Wenn der Kürbis einfach nicht gehen will – und warum ich mich darüber freue
Hatte ich letztens nicht erwähnt, dass wir die letzten Kürbisse in unserer SoLaWi-Einheit hatten? Ehrlich, ich war ganz fest davon überzeugt, dass die Kürbis-Saison endgültig vorbei ist. Nur um dann eines Besseren belehrt zu werden! In meinem Kopf war er schon längst verabschiedet, irgendwo zwischen den Tagen des letzten Jahres und der roten Beete, deren Saison jetzt beginnt. Und dann: Überraschung in der Gemüsekiste. Schon wieder ein Kürbis. Und noch einer. Und ehrlich, ein bisschen musste ich lachen.
Als Abnehmerin einer Gemüsekiste lernt man sehr schnell Demut gegenüber dem Jahreszeitenkalender. Oder besser gesagt: gegenüber der Realität auf dem Feld. Viele Gemüsesorten halten sich einfach nicht an die klaren, sauberen Zeitfenster, die man so im Kopf hat. Kürbis ist so ein Kandidat (Helloween, Herbst und so). Er taucht gefühlt immer dann nochmal auf, wenn man gerade denkt, man hätte nun wirklich alles ausprobiert. Suppen, Pürees, Pasta, Salate – erledigt. Und trotzdem liegt er wieder da, schwer und geduldig, als würde er sagen: „Du hast doch sicher noch eine Idee.“
Und genau da beginnt für mich der eigentlich spannende Teil. Kreativive Rezepte entstehen selten aus Überfluss, sondern aus Wiederholung. Aus dem erneuten Hinschauen. Aus der Frage: Wie kann ich etwas, das ich schon so oft gegessen habe, neu denken, ohne es zu verkleiden? Und ohne mich zu sehr zu loben: Ich finde dieses vegane Rezept für einen gebackenen Ofenkürbis voller Umami ist genau so ein Ding.
