Oh lala, die französische Küche hat mich gerade gepackt. Letzte Woche habe ich ein so leckeres Rezept für ein Blanquette (veganes Kalbs-Ragout) gemacht, und diese Woche gab es unseren letzten Butternutkürbis für diesen Herbst, bzw. Wintersaison. Danach warten nur noch 2 mittlere Hokkaidos und ein Eichelkürbis auf ihren Einsatz. Aber zurück zum Rezept meiner Kürbissuppe à la française...
Für diese Interpretation habe ich mich ganz bewusst für einen Butternut-Kürbis entschieden. Nicht nur, weil ich seinen leicht nussigen Geschmack liebe, sondern vor allem wegen seines festen oberen Teils, dem berühmten „Halsteil“. Der ist prädestiniert dafür, in schöne, gleichmäßige Scheiben geschnitten zu werden. Genau das habe ich gebraucht, um das nachzuahmen, was bei der klassischen französischen Zwiebelsuppe einfach dazugehört: die überbackene Brotscheibe mit Käse. In meinem Fall also Kürbisscheiben mit veganem Käse. Eine Kürbis-Käsehaube sozusagen.
An dieser Stelle muss ich allerdings eine kleine, ehrliche Küchenbeichte ablegen. Der vegane Käse war… sagen wir: ambitioniert. Schmelzen konnte er hervorragend, wirklich vorbildlich. Knusprig werden? Eher nicht. Statt goldbrauner, leicht knackiger Kruste bekam ich eine sehr überzeugende Superschmelzkäse-Performance. Cremig, weich, ziehend – aber eben ohne Röstaromen. Man kann nicht alles haben. Und vielleicht ist das auch okay so. Schließlich geht es beim Kochen ja nicht immer um Perfektion, sondern um Ideen, Spielereien und manchmal auch um kleine Enttäuschungen, über die man später schmunzelt.
