Kochen in lecker!

Happy Halloween Pumpkin-Cheesecake

Happy Halloween/Pumpkin-Cheesecake

Leckerer Kürbis-Käsekuchen in vegan - schmeckt gar nicht gruselig, sondern nach Herbst und Geborgenheit

Es gibt diese Jahreszeiten, die man nicht nur im Kalender, sondern auch im Herzen spürt – und der Herbst ist für mich genau so eine. Kaum sinken die Temperaturen, kaum färben sich die Blätter in allen möglichen Rot- und Goldtönen, beginnt bei mir automatisch das große Weinen. Ich bin einfach durch und durch ein Sommerkind und je kälter und dunkler die Tage, desto schlechter meine Stimmung. Zum Glück gibt es ein Gemüse, was der ganzen Trübnis ein bischen Farbe gibt und ein absoluter Seelentröster ist: Der Kürbis! Da trifft es sich gut, dass wir immer reichlich in der SoLaWi-Kiste haben. Von dem guten alten Hokaido bis zum Blue Ballet ist eine gute Mischung dabei. Daraus wird alles gezaubert. Suppe, Pasta, Brot, Latte – und: Kuchen! Besonders, wenn Halloween vor der Tür steht, ist es an der Zeit zu überlegen was es für ein Kürbisgericht gibt.

Heute ist also Halloween. Und während draußen die kleinen Gespenster und Vampire durch die Straßen ziehen und nach Süßem oder Saurem fragen, habe ich mich für meine ganz persönliche Antwort entschieden: Süßes, natürlich! Aber nicht irgendein Süßes. Sondern einen cremigen, samtigen, veganen Kürbis-Cheesecake, der so lecker ist, dass selbst die größten SkeptikerInnen kaum glauben, dass kein Kuh-Frischkäse, keine Eier und keine Butter darin stecken. Ich sage euch, dieses vegane Pumpkin-Cheesecake-Rezept musst ihr ausprobieren!

Halloween & Kürbisse

Zu meiner Kinderzeit gab es noch kein Halloween, aber beim Karneval habe ich, wie jedes Kind, immer versucht, möglichst viele Süßigkeiten zu ergattern – Schokolade, Karamell, Bonbons mit klebrigem Kern… Heute bin ich eher die, die lieber etwas Selbstgemachtes serviert, das nicht nur gut schmeckt, sondern auch ein bisschen die Seele wärmt. Und dieser Kürbis-Cheesecake ist genau das: eine kleine, goldgelbe Umarmung aus dem Ofen.

Das Schöne an diesem Rezept ist, dass es die perfekte Balance trifft zwischen Herbstnostalgie und moderner pflanzlicher Küche. Der Kürbis bringt seine natürliche Süße und Cremigkeit mit, die Pflanzenjoghurt-Basis sorgt für die Cheesecake-typische Textur, und die Gewürze – oh, die Gewürze! Zimt, Vanille, Ingwer – sie machen einfach alles besser. Schon beim Backen duftet die ganze Wohnung nach „Ich bleibe heute einfach zuhause und trinke Tee“-Stimmung.

Und wenn wir ehrlich sind: Halloween ist doch die ideale Ausrede, um sich ein ordentliches Stück Kuchen zu gönnen, oder? Zwischen geschnitzten Kürbisgesichtern und Kerzenschein ein Stück dieses Cheesecakes zu essen, ist für mich die einzige Möglichkeit, wie ich dieses "Fest" überstehe. Dazu die herrliche Schokoganache und die aromatischen Pecannüsse (wer mag auch karamellisiert) – und ich schwöre, das Gruseligste an diesem Tag ist höchstens, dass das letzte Stück zu schnell weg ist.

Was ich an veganem Backen liebe, ist dieser Moment, in dem man merkt, dass es eigentlich nichts zu vermissen gibt. Kein Ei, kein Milchprodukt – und trotzdem (oder gerade deswegen) ist das Ergebnis so wunderbar lecker und harmonisch. Der Kürbis sorgt für eine schöne Farbe und natürliche Feuchtigkeit, der Boden – ganz schnell und einfach gemacht – bringt das feste Gegengewicht. Alles zusammen ergibt eine Textur, die irgendwo zwischen Cheesecake, Pumpkin Pie und purem Herbsttraum liegt.

Tipp

Ich empfehle übrigens, den Kuchen einen Tag vorher zu backen. Erstens, weil er im Kühlschrank wunderbar durchzieht und noch aromatischer wird. Und zweitens, weil du dann am Halloweenabend nur noch die Kerzen anzünden, den Kuchen aus dem Kühlschrank holen und dich mit einer Gabel bewaffnet auf die Couch kuscheln musst. Vielleicht läuft im Hintergrund ein alter Gruselfilm, vielleicht hörst du einfach den Regen draußen – und während du an deinem Kürbis-Cheesecake löffelst, denkst du dir: „Ja, Süßes war definitiv die richtige Wahl.“

Also, egal ob du Halloween mit Kindern feierst, gemütlich zuhause bleibst oder einfach nur ein gutes Stück Kuchen brauchst, um die dunklen Abende zu verschönern – dieser vegane Kürbis-Cheesecake ist dein treuer Begleiter. Er ist süß, ohne zu schwer zu sein, würzig, ohne zu aufdringlich zu werden, und so schön herbstlich, dass man am liebsten gleich noch einen backen möchte.

Vielleicht möchtest Du das vegane Käsekuchen-Rezept mit einem anderem Kürbis ausprobieren? Tu Dir keinen Zwang an, denn auch Bush Delicata, Butternut oder Sweet Dumpling passen gut in einen Pumpkin-Cheesecake.

Wenn Du keine vegane Skyr-Alternative oder Pflanzenjoghurt mit Vanillegeschmack finden solltest, kannst Du auch ganz normalen Sojajoghurt nehmen und zusätzlich gemahlene Vanille in die Creme tun.

Und wer weiß – vielleicht überzeugt er ja sogar ein paar kleine Geister an der Tür, dass man Süßes auch in gesund, pflanzlich und richtig lecker haben kann.

Zutaten

Mengen für ca. 1 Kastenform, ca. 27x17 cm

Ingwer-Boden:
  • 150 gWeizenmehl, Typ 550
  • 1 TLIngwer, gemahlen
  • 50 gKokosblütenzucker
  • oder alternativ
    50 gRohrohrzucker
  • 80 gvegane Butter
Vegane Kürbis-Käsecreme:
  • 1 kgHokaidokürbis
  • oder alternativ
    500 gKürbispürree
  • 40 gKokosöl /-fett
  • 60 gKokosblütenzucker
  • 30 gSpeisestärke
  • 0.25 TLSalz
  • 2 TLZimt
  • 400 gVeganer Skyr-Joghurt, Vanille
  • gAhornsirup, Grad C
  • 180 gApfel, gerieben
Schoko-Ganache:
  • 200 gBlockschokolade
  • 50 mlKokos-Cuisine
  • 1 ELAhornsirup
Nuss-Topping:
  • 100 gPecannüsse
  • 1 ELAhornsirup
  • gAhornsirup, Grad C
  • 180 gApfel, gerieben
  • 200 gBlockschokolade
  • 1 kgHokaidokürbis
  • 1 TLIngwer, gemahlen
  • 50 mlKokos-Cuisine
  • 110 gKokosblütenzucker
  • 40 gKokosöl /-fett
  • Alternativposition
    500 gKürbispürree
  • 100 gPecannüsse
  • Alternativposition
    50 gRohrohrzucker
  • 0.25 TLSalz
  • 30 gSpeisestärke
  • 400 gVeganer Skyr-Joghurt, Vanille
  • 150 gWeizenmehl, Typ 550
  • 2 TLZimt
  • 80 gvegane Butter

Zubereitung

  1. Vorbereitung

    Kürbis in einem großen Topf samt Schale 15-20 Minuten weich kochen. Sollte er nicht komplett mit Wasser bedeckt sein, nach 10 Minuten wenden. Danach kalt abschrecken und abkühlen lassen.

    Backform einfetten, bzw. mit Backpapier auslegen und nur den Rand fetten.

  2. Kuchenboden

    Mehl, Ingwer und Zucker in einer Rührschüssel gut miteinander vermischen. Vegane Butter in sehr kleine Stückchen schneiden, dazugeben und mit den Händen gut verkneten.

    Den Teig gleichmäßig verteilen und leicht andrücken. Das kannst Du sehr gut mit der Unterseite eines großen Löffels machen, dann wird er überall schön glatt und gleichmäßig.

  3. Kürbis-Käsecreme

    Abgekühlten Kürbis schälen, klein schneiden und das Kürbisfleisch mit dem Kokosöl im Foodprocessor, oder dem Stabmixer pürieren.

    Kokosblütenzucker, Salz, Zimt und Speisestärke in einer Schüssel mischen und den veganen Joghurt und Ahornsirup nach und nach einrühren, bis eine glatte Masse entstanden ist. Zum Schluss den Apfel unterheben.

    Die Creme auf den Boden verteilen und im vorgeheiztem Backofen bei 180 Grad Ober- / Unterhitze auf der mittleren Schiene 60 Minuten backen. In der Form 2-3 Stunden abkühlen lassen.

  4. Schoko-Ganache

    Die Schokolade hacken und im Wasserbad schmelzen lassen. Danach Kokos-Cuisine und Ahornsirup hinzugeben und gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen. Solange die Ganache noch weich, gehackte Pecannüsse drüber verteilen.