Kochen in lecker!

veganer Flammkuchen Lauch-Rosmarin

veganer Flammkuchen/Lauch-Rosmarin

Maximal einfach, maximal lecker!

Viele finden Porree langweilig, maximal unspannend. Ich bin da komplett anderer Meinung! Für mich vereint dieses wundervolle Gemüse geschmacklich so viel auf einmal: Süß, kräftig, zwiebelig würzig und mit so vielen Kombinationsmöglichkeiten. Dabei braucht es für ein leckeres veganes Gericht mit Porree gar nicht viel. Wenn man es genau nimmt, dann eigentlich nur etwas Salz und Pfeffer und schon schmeckt es für mich gut. Am liebsten mag ich Porree-Rezepte, die etwas sahniges und etwas herzhaft-käsiges enthalten. Man denke nur an eine leckere Käse-Lauch-Suppe - köstlich!

Aber hier habe ich ein Rezept für euch, dass noch viel einfacher und schneller ist - maximal 30 Minuten, versprochen - und dabei genauso lecker wie eine Käse-Lauch-Suppe ist. Nämlich ein Rezept für einen Porree-Flammkuchen. Ideal wenn man die z.B. die Freundinnen eingeladen hat oder abends keine Zeit und Lust mehr hat großartig zu kochen. Der Lauchbelag ist schnell fertig, da er nur aus eben jenem Gemüse besteht und aus einem Töpfchen veganem Frischkäse. Er lässt sich auch gut vorbereiten, wenn man zu dem Zeitpunkt nur noch den Ofen anschmeissen möchte. Schnell auf dem Teig verteilt und in 15 Minuten ist zum Beispiel eine Vorspeise oder ein Snack fertig.

Euer „schneller Snack“ für besondere Momente

Flammkuchen ist sowieso eines dieser Gerichte, die einfach immer funktionieren. Er wirkt irgendwie gesellig und gemütlich, obwohl er im Grunde kaum Arbeit macht. Vielleicht liegt es daran, dass man ihn direkt heiß aus dem Ofen isst, meistens noch schnell in Stücke geschnitten auf einem Brett in der Mitte des Tisches. Alle nehmen sich ein Stück, man verbrennt sich garantiert ein bisschen die Finger und plötzlich ist das ganze Blech schon halb leer. Für mich absolutes Wohlfühlessen.

Besonders schön finde ich bei diesem Porree-Flammkuchen, dass er trotz der wenigen Zutaten unglaublich aromatisch schmeckt. Der Lauch wird beim Backen weich, leicht süßlich und bekommt zusammen mit dem veganen Frischkäse diese cremige, herzhafte Mischung, wegen der man direkt noch ein Stück essen möchte. Dazu der knusprige Boden — mehr braucht es manchmal wirklich nicht. Kein kompliziertes Topping, keine zehn Gewürze und auch kein stundenlanges Schnippeln. Ja ja, das sagt die Richtige, ich weiß :-D In der Regel liebe ich das alles, aber manchmal eben auch nicht.

Denn ich mache diesen Flammkuchen besonders gerne an Tagen, an denen ich eigentlich „nichts richtig kochen“ wollte. Ihr kennt diese Abende bestimmt: Ihr seid abends einfach müde vn der Arbeit, die Couch ruft und das Geschirr soll nicht überquellen. Trotzdem möchte man etwas Warmes, Herzhaftes und am besten etwas, das sich nach mehr anfühlt als nur Brot mit irgendwas drauf. Genau dafür ist dieses Rezept perfekt.

Und obwohl das Ganze so simpel ist, kommt es immer gut an. Selbst Menschen die sich nicht vegan ernähren und sonst einen großen Bogen um Porree machen, sind bei dem Rezept plötzlich überrascht, wie lecker Lauch eigentlich sein kann. Ich glaube sowieso, dass Porree oft unterschätzt wird. Wahrscheinlich, weil er meistens nur irgendwo als „Suppengemüse“ mitläuft. Dabei kann er so viel mehr, besonders wenn er im Ofen richtig schön weich wird und leicht karamellisiert.

Meal-Prep: Clever vorbereiten

Übrigens eignet sich der Porree-Flammkuchen wirklich perfekt zum Vorbereiten. Ich mache oft direkt ein ganzes Blech, obwohl wir eigentlich gar nicht so viele Portionen brauchen — einfach, weil die Reste am nächsten Tag fast genauso gut sind. Vielleicht sogar besser, weil der Belag dann richtig schön durchgezogen ist. Für unterwegs schneide ich den Flammkuchen einfach in kleinere Quadrate, rolle die Stücke locker auf und packe sie in eine Vorratsdose oder in ein Wachstuch. Fertig ist das Mittagessen für den nächsten Tag. Ganz ohne Kantinenstress oder teures Take-away.

Und das Beste daran: Der Flammkuchen schmeckt auch kalt einfach richtig gut. Kein labbriger Boden, keine traurigen Reste, sondern wirklich etwas, worauf man sich am nächsten Tag noch freut. Gerade für Arbeitstage liebe ich solche unkomplizierten Meal-Prep-Rezepte total. Einmal kurz schnippeln, einmal backen und man hat direkt mehrere Mahlzeiten vorbereitet. Gesundes Take-away sozusagen — nur eben selbstgemacht, günstiger und definitiv leckerer.

Auch, falls ihr Rosmarin mögt: Unbedingt verwenden. Dieses leicht harzige Aroma passt unglaublich gut zu dem milden Lauch und macht den Flammkuchen direkt ein bisschen besonderer. Fast so, als hätte man sich deutlich mehr Mühe gegeben, als man eigentlich hat. Genau solche Rezepte liebe ich ja am meisten.

Zutaten

Mengen für ca. 4 Personen

  • 1 St.XXL Fertig-Flammkuchenteig
  • 500 gPorree
  • 100 gveganer Frischkäse, Kräuter
  • etwasBratöl
  • etwasSalz
  • etwasPfeffer
  • 1.5 TLRosmarin, gerebelt
  • 100 gveganer Reibekäse

Zubereitung

  1. Gemüse vorbereiten

    Das untere Ende vom Lauch abschneiden, 1x längst einschneiden und in Ringe scheiden. Gut waschen, abtropfen lassen und mit 2-3 EL Öl, etwas Salz und Pfeffer in einer Pfanne andünsten.
    Wenn der Lauch etwas weich geworden ist Rosmarin und den veganen Frischkäse unterheben und warten, bis er sich verflüssigt hat.

  2. einfachen Flammkuchen backen

    Den Teig auf ein Backblech ausrollen und das Lauchgemüse und den veganen Reibekäse drauf verteilen. Im vorgeheiztem Backofen nach Packungsbeilage backen.