Kochen in lecker!

Pflaumenmus aus dem Ofen

Pflaumenmus/aus dem Ofen

Nostalgie pur! Jedenfalls für mich. Denn mich erinnert Pflaumenmus immer an früher, an meine Kindheit. Nicht, dass wir immer selbst Pflaumenmus gemacht haben, aber wir hatten immer Pflaumenmus im Schrank, weil mein Vater es auch gerne möchte. Und wie das manchmal so mit Dingen aus der Kindheit ist: Man selbst hat es aus irgendwelchen Gründen nicht zu Hause oder bereitet es nicht mehr zu.

Auf unserem CSA-Hof hängen die Bäume gerade voll mit den leckeren Früchten. Auch in einer Höhe, wo ich noch dran komme  ;-) Und weil ich plötzlich so einen Nostalgie-Anflug beim pflücken hatte, habe ich Pflaumenmus aus den 1,5 Kilo Pflaumen gemacht. Es sind leider nur 4 kleine Gläser dabei raus gekommen, aber der Geschmack ist fantastisch und versetzt mich direkt in meine Kindheit zurück. Unbedingt empfehlenswert!

Das Rezept für dieses Ofen-Pflaumenmus ist recht einfach, braucht aber etwas Einweich- und Backzeit. Daher wäre es eigentlich besser direkt 3 oder mehr Kilo Pflaumen zu nehmen.

Nachtrag: Warum es von Vorteil ist, wenn man immer Gelierzucker im Haus hat

Dieses Jahr war ein super Pflaumenjahr. Daher habe ich meinen eigenen Rat vom letzten Jahr (als der Post entstanden ist) beherzigt und direkt die doppelte Menge gemacht.

Zu den von mir geernteten Zwetschgen kamen noch die Eierpflaumen einer Freundin, die auch mehr als genug hatte dieses Jahr. Sowohl die Pfaumen, als auch die Zwetschgen waren schon sehr, sehr, sehr reif und weich, so dass ich mir die Einweichzeit sparen konnte. Also nur waschen, entkernen, klein schneiden und ab in den Ofen. Zum Glück habe ich schon morgens angefangen. Denn es vergingen 3 Stunden, die Pflaumen standen noch im Saft. Es vergingen 4 Stunden und ich hatte das Gefühl, dass immer mehr Flüssigkeit dazu kam. Bei 5 Stunden hatte ich schon den irren Gedanken etwas ab zu schütten. Bei 6 Stunden habe ich den Schlussstrich gezogen und noch 1 Päckchen Gelierzucker rein gepackt, das Pflaumenmus noch ein paar Minuten blubbern lassen und dann abgefüllt. 

Was soll ich sagen? Es ist so dermaßen lecker geworden! Nicht so dickflüssig und klebrig wie man es kennt, aber leuchtend rot, eine schöne Konsistenz (nicht zu weich, nicht zu fest, sondern geradezu perfekt) und es hat durch die Eierpflaumen nochmal eine frischere, leicht säuerliche Note bekommen. Ich befürchte allerdings, dass es jetzt noch im Ofen schmoren würde, hätte ich kein Gelierzucker im Haus gehabt. 

Zutaten

Mengen für ca. 4 Glas, 150 g

  • 1.5 kgZwetschgen
  • 200 gZucker
  • 1 Stk.Zimtstange
  • 1 St.Vanilleschote
  • 3 ELRum, braun
  • oder alternativ
    3 ELRum, weiß

Zubereitung

  1. Vorbereitung

    Die Pflaumen waschen und entkernen. Im Bräter oder ein ähnliches feuerfestes Gefäß geben und mit dem Zucker mischen. Am besten abgedeckt über Nacht stehen lassen, mindestens aber 4 Stunden, so dass die Pflaumen gut die Flüssigkeit abgeben.

  2. Pflaumenmus

    Zimt- und Vanillestange hinzufügen und im Backofen bei 150 Grad Umluft 3-4 Stunden ohne Deckel backen lassen. Je länger die Backzeit ist, desto dickflüssiger wird das Pflaumenmus.

    Ihr braucht zwischendurch nicht umrühren wenn ihr die Pflaumen lange genug stehen gelassen habt und genug Flüssigkeit angesammelt haben.

    Nach Belieben die Pflaumen so lassen, mit dem Stabmixer pürieren oder dem Stampfer grob zerkleinern. Rum unterrühren und das Mus in heiß ausgespülte Gläser füllen.