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Thai-Mangold mit Pilzen

Thai-Mangold/mit Pilzen

Fine Dining beginnt manchmal mit einem schönen Teller

Fine Dining klingt zunächst nach komplizierten Rezepten, außergewöhnlichen Zutaten und stundenlangem Werkeln in der Küche. Aber muss es das wirklich sein? Ich finde: Nein! Manchmal braucht es erstaunlich wenig, um aus ganz einfachen Zutaten ein Gericht zu zaubern, das auf dem Teller nach großer Küche aussieht. Dieses vegane Rezept für Thai-Mangold mit Pilzen ist dafür ein schönes Beispiel.

Denn bevor der erste Bissen im Mund landet, isst das Auge bekanntlich schon mit. Ein schöner Teller, ein bisschen Liebe beim Anrichten und ein Spiel mit Farben, Formen und Höhen – schon bekommt ein unkompliziertes Gemüsegericht eine ganz andere Wirkung. Beim Thai-Mangold treffen das kräftige Rot des Mangolds, die dunklen gebratenen Pilze, helle Apfelstückchen, Erdnüsse und frischer Koriander aufeinander. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern macht direkt neugierig.

Dabei muss das Anrichten gar nicht kompliziert sein. Im Gegenteil: Gerade wenn die einzelnen Zutaten noch erkennbar bleiben, wirkt der Teller modern und fast ein bisschen wie aus einem kleinen Fine-Dining-Restaurant. Und das Beste daran: Das eigentliche Rezept ist einfach, schnell und unkompliziert. Genau mein Geschmack!

Kontraste sorgen für die kleinen Aha-Momente

Was für das Auge funktioniert, darf auf der Zunge natürlich nicht fehlen. Denn Kontraste sind nicht nur optisch spannend – sie machen ein Gericht auch geschmacklich interessanter. Und genau hier kommt die thailändisch inspirierte Würzung ins Spiel.

Der würzige Mangold trifft auf kräftig angebratene Pilze, salzige Sojasauce und aromatische rote Currypaste. Dazu kommen Limette, frischer Koriander (in diesem Rezept habe ich vietnamesischen Koriander verwendet, der handelsübliche Koriander ist aber auch fein) und knackige Erdnüsse. Und dann ist da noch der Apfel: süßlich, frisch und leicht säuerlich. Er bringt eine ganz andere Note in das Gericht und sorgt zwischen den herzhaften und würzigen Komponenten für einen kleinen Überraschungsmoment.

Ich mag solche Kombinationen besonders gerne, wenn Gäste am Tisch sitzen. Denn manchmal braucht es nur den Asia Laden um die Ecke, um ein „Oh, wow!“ hervorzurufen. Denn die wenigsten werden Mangold so anrichten. Aber oft ist es spannend, bekannte Zutaten so miteinander zu kombinieren, dass plötzlich etwas Unerwartetes entsteht. Süß und salzig, weich und knackig, würzig und frisch – genau diese Gegensätze machen aus einem einfachen Gemüsegericht etwas Besonderes.

Und weil das Auge ebenfalls seinen Anteil daran hat, lohnt es sich, beim Anrichten ruhig ein paar Minuten mehr zu investieren. Ein paar Erdnüsse hier, etwas Apfel dort und zum Schluss frischer Koriander – schon wird aus Gemüse ein Teller, der nach deutlich mehr Aufwand aussieht, als tatsächlich dahintersteckt. Apropos Teller: Auch hier darf es gerne mal etwas anderes als das klassische weiß sein. Ich persönlich finde dunkle Teller sehr schick. Diesen hier habe ich bei Woodways, meinem Lieblingshofladen entdeckt.

Saisonal, vegan, Low Carb und trotzdem richtig sättigend

Neben Geschmack und Optik darf bei mir natürlich auch die Frage nicht fehlen: Was bringt das Gericht eigentlich auf den Teller? Mangold ist ein wunderbares saisonales Gemüse, das viel zu oft unterschätzt wird. Zusammen mit Pilzen, Apfel, Erdnüssen und den aromatischen Gewürzen entsteht eine Kombination, die nicht nur lecker, sondern auch angenehm sättigend ist.

Das vegane Low-Carb-Rezept eignet sich deshalb wunderbar als leichte Vorspeise. Die Mengen sind für etwa acht Personen ausgelegt – aber das Gericht lässt sich easy flexibel einsetzen. Wer daraus keine Vorspeise, sondern eine komplette Mahlzeit machen möchte, kann die Menge einfach auf vier Personen aufteilen. Dann wird aus der kleinen Fine-Dining-Idee ein vollwertiges Hauptgericht, das schnell auf dem Tisch steht und trotzdem alles andere als langweilig schmeckt.

Ich mag solche Rezepte besonders gerne: einfach, vegan, saisonal und unkompliziert, aber mit dem gewissen Etwas. Denn gesundes Essen muss weder kompliziert noch langweilig sein. Manchmal braucht es nur ein bisschen Mut zu Kontrasten, gute Zutaten und einen schönen Teller. Und schon kann selbst ein schnelles Gemüsegericht ein kleines kulinarisches Erlebnis werden.

Zutaten

Mengen für ca. 8 Personen

  • 500 gMangold
  • 1 St.Apfel
  • 1.5 ELLimettensaft
  • 250 gChampignons, braun
  • 100 gZwiebeln
  • 2 St.Knoblauchzehen
  • 1 ELvegane Butter
  • 2 ELSojasoße, dunkel
  • 2 ELSojasoße, dunkel
  • 2 ELErdnussöl
  • 1 TLCurrypaste, rot
  • 1 TLSalz
  • 2 Zweigevietnamesischer Koriander
  • oder alternativ
    0.5 Bd.Koriander
  • 4 handvollErdnüsse, gesalzen

Zubereitung

  1. Vorbereitung

    Vom Mangold die trockenen Stielansätze abschneiden und die Blätter von den Stielen trennen. Beides in ca. 1 cm breite Streifen schneiden und separat waschen und beiseite stellen.

    Den Apfel waschen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in ein Schälchen raspeln. Mit Limettensaft vermengen.

  2. Pilze

    Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Zwiebeln und Knoblauch abziehen und klein würfeln.
    In einer Pfanne die vegane Butter schmelzen und beides zusammen mit den Pilzen anbraten.
    Wenn die Pilze kross sind mit beiden Sojasoßen ablöschen und bei minimaler Hitze ziehen lassen.

  3. Mangold

    Die Mangoldstiele mit Erdnussöl und Salz etwas anbraten und dann die Currypaste hinzufügen. 1-2 Minuten unter wenden mit braten und zum Schluß die kleingeschnittenen Blätter und die Hälfte des Apfels dazu geben.

    Bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze ein paar Minuten garen lassen, bis die Mangoldblätter zerfallen sind. Dabei gelegentlich umrühren.

  4. Anrichten

    Thai-Mangold auf die Teller aufteilen. Pilze drüber geben und mit dem restlichen Apfel, Erdnüssen und Korianderblättern toppen.