Vegane Himbeer-Minz-Trüffel – zart, cremig, und ganz ohne Kompromisse
Ich weiß nicht, wie’s dir geht, aber Trüffel waren für mich früher das Synonym für pure Verführung: diese kleinen Schokokugeln, die auf der Zunge schmelzen, cremig, süß, und irgendwie immer ein bisschen zu schnell weg. Nur blöd, dass sie meistens aus Sahne, Butter und Milchschokolade bestehen – also eigentlich aus einem ganzen Kühlschrank voller tierischer Zutaten. Als ich vor ein paar Jahren vegan wurde, dachte ich: Na gut, dann war’s das wohl mit Trüffeln.
Tja. Falsch gedacht.
Denn siehe da – mein veganes Trüffel Rezept hat mal wieder bewiesen, dass Genuss und Tierfreundlichkeit wunderbar zusammenpassen. Diese Himbeer-Minz-Trüffel sind der beste Beweis: außen schokoladig, innen samtig und frisch, mit dieser kleinen, fruchtigen Überraschung, die auf der Zunge tanzt. Und das Beste daran: Sie sind ganz ohne Milch, Butter oder Sahne gemacht – und trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) einfach himmlisch.
Die Idee zu diesem Trüffel-Rezept kam mir übrigens im Zuge einer Motto-Verköstigung, wo es etwas brauchte, das die Stimmung hebt und etwas unerwartetes bereit hält. Also Schokolade, aber bitte mit Wow-Effekt. Ich wollte etwas Edles, ein bisschen verspielt, mit einer Frische, die überrascht. Und plötzlich war sie da, die Idee: Himbeere trifft Minze. Süße Frucht und kühle Frische – das klingt im ersten Moment fast nach Sommerdrink, funktioniert aber auch großartig in Schokolade.
Ich stand also in meiner Küche, zwischen gehackter Blockschokolade, einer Flasche Pfefferminzlikör (die sonst eher im hinteren Regal Staub ansetzt) und einer winzigen Tube Himbeer-Aromapaste. Ehrlich gesagt war ich selbst skeptisch: Kann das funktionieren, ohne Butter, ohne Sahne, ohne Milchschokolade? Spoiler: Es kann. Und wie!
Wie macht man vegane Trüffel
Die Basis dieser Trüffel ist eine Mischung aus weißer Reisschokolade und dunkler Blockschokolade – die perfekte Balance zwischen süß und herb. Dazu kommt ein Schuss Pfefferminzlikör und etwas Minzsirup, die der Masse diese feine, kühle Note verleihen, ohne dass es nach Zahnpasta schmeckt (keine Sorge, ich hab’s ausprobiert – die Dosis macht den Unterschied!). Das kleine Geheimnis ist die Himbeeraromapaste: Sie bringt die fruchtige Tiefe ins Spiel und sorgt dafür, dass die Trüffel nicht nur schokoladig, sondern auch herrlich lebendig schmecken.
Und dann kommt der Part, bei dem man hinterher richtig stolz ist: Wenn du die abgekühlte Schokoladenmasse mit der aufgeschlagenen veganen Butter vereinst, verwandelt sich alles in eine samtige, luftige Creme. Am Anfang denkst du noch, das wird nie was – die eine Zutat zu weich, die andere zu fest – aber mit ein bisschen Geduld (und einem Handmixer) wird daraus diese unglaublich cremige Trüffelbasis, die man am liebsten schon direkt aus der Schüssel löffeln würde.
Das Formen der kleinen Bällchen ist dann reine Meditation – oder, je nach Laune, die Gelegenheit, ein bisschen Schokolade zu naschen. Ich rolle sie am liebsten etwas kleiner, so zwei, drei Zentimeter, das perfekte „nur-ein-Bissen“-Format. Danach geht’s ans Eintauchen in geschmolzene Schokolade und schließlich ins Kakao-Bad – wie ein Wellnessprogramm für Pralinen. Das Ergebnis: kleine, matte Schokokugeln, die aussehen, als kämen sie frisch aus einer Confiserie, aber komplett ohne tierische Zutaten auskommen.
Und das Schönste daran? Sie sind nicht nur himmlisch cremig, sondern halten sich auch wunderbar – wenn man sie nicht vorher alle vernascht. Gut gekühlt bleiben sie wochenlang frisch, und ehrlich gesagt schmecken sie direkt aus dem Kühlschrank sogar noch besser: die knackige Schokohülle, die kühle Minze, die zart schmelzende Mitte mit dieser leisen Himbeernote… ach, du wirst schon sehen.
Also, wenn du Lust hast auf etwas, das gleichzeitig elegant, verführerisch und erstaunlich einfach ist – mach dir diese veganen Himbeer-Minz-Trüffel. Sie sind der Beweis, dass man auf nichts verzichten muss, wenn man pflanzlich genießt. Nur vielleicht auf ein bisschen Selbstkontrolle. ;-)
Zutaten
Mengen für ca. 50 Personen
- 70 mlvegane Sahne
- 200 gvegane Schokolade, Typ: Vollmilch
- 250 gBlockschokolade
- 25 mlPfefferminzlikör
- 25 mlPfefferminzsirup
- 0.5 TLAromapaste, Himbeere
- 160 gvegane Butter, weich
- 200 gBlockschokolade
- 100 gKakaopulver, ungesüßt
- 0.5 TLAromapaste, Himbeere
- 450 gBlockschokolade
- 100 gKakaopulver, ungesüßt
- 25 mlPfefferminzlikör
- 25 mlPfefferminzsirup
- 160 gvegane Butter, weich
- 70 mlvegane Sahne
- 200 gvegane Schokolade, Typ: Vollmilch
Zubereitung
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Trüffelmasse
Beide Schokoladen grob hacken. Die Sahne aufkochen lassen, vom Herd nehmen und die Schokolade darin schmelzen lassen. Etwas abkühlen lassen und den Likör, Sirup und Aromapaste unterrühren.
Die Masse für 5-6 Stunden kühlen und fest werden lassen.
Die vegane Butter mit dem Handmixer schaumig schlagen und nach und nach die harte Trüffelmasse unterheben. Da beide Zutaten eine komplett andere Konsistenz haben, sollte dies in 3-4 Schritten erfolgen, damit sie sich gut mischen.
Mit den Händen 2-3 cm große Bällchen formen, auf ein Backblech mit Backpapier legen und an einem kalten Ort 2 Stunden anziehen lassen.
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Vegane Trüffel überziehen
Für den Überzug die Blockschokolade im Wasserbad schmelzen lassen und Kakao in einen Teller sieben.
Jeweils einen Trüffel in die flüssige Schokolade tunken und in den Händen rollen, so dass die Masse von allen Seiten mit Schokolade überzogen ist. Danach in Kakao wälzen. Nochmal 1-2 Stunden kalt stehen lassen, bis der Überzug hart geworden ist.
Gut gekühlt schmecken sie am besten und halten ein paar Wochen.
