Sellerieschnitzel: Der knusprige Klassiker neu entdeckt
Seit ihr auch Ü-40 oder sogar Ü-50? Dann könnt ihr auch bestimmt noch an die 90er Jahre erinnern, als vegetarische Alternativen zu Fleischgerichten noch Exoten auf dem Speiseplan waren. Ich war damals noch Vegetarierin und habe mich in Restaurants meist mit Salat (aber bitte ohne "Putenstreifen") und Beilagen über Wasser gehalten. Und wenn man Glück hatte, dann gab es jemanden in der Küche der Mitleid hatte und meist eine bescheidene, aber geniale Lösung hatte: das Sellerieschnitzel. Kein Soja, kein Seitan, kein Erbsenprotein – einfach eine dicke Scheibe Sellerie, paniert und knusprig gebraten. Ein Klassiker aus der Anfangszeit des Vegetarismus.
Heute, in Zeiten von Beyond Meat und Co., gerät das gute alte Sellerieschnitzel oft in Vergessenheit – völlig zu Unrecht! Denn wenn du einmal in eine knusprige, goldbraun frittierte Selleriescheibe beißt, die von einer würzigen Panade umhüllt ist, dann weißt du: Das ist kein schnöder Ersatz, sondern ein Gericht mit Charakter!
Das Geheimnis: Eine knusprige Cornflakes-Panade
Während früher klassisch Semmelbrösel zum Einsatz kamen, verleiht eine Cornflakes-Panade dem Sellerieschnitzel eine Extraportion Crunch. Der Trick: Die Cornflakes sollten nicht zu fein zerbröselt werden – so bleibt die Panade luftig und sorgt für diesen unwiderstehlichen Knusper-Effekt.
Und das Beste an diesem Sellerie-Schnitzel-Rezept: Es ist unglaublich einfach zuzubereiten.
Warum Sellerieschnitzel das bessere Schnitzel ist
Natürlich gibt es inzwischen viele Fleischalternativen, die echtem Schnitzel in Geschmack und Konsistenz ziemlich nahe kommen. Aber das Sellerieschnitzel hat etwas, das man nicht nachbauen kann: Charakter. Die leichte Süße des Selleries, kombiniert mit der würzigen Panade und dem ultimativen Crunch – das ist ehrlicher Genuss. Kein Ersatzprodukt, kein Kompromiss, sondern ein echtes Original.
Serviert wird das Ganze am besten mit einem frischen grünen Salat und fruchtiger Salatsoße. Ist jedenfalls mein Favorit :-) Ich habe das vegane Schnitzel mit einem Bataviasalat und einem fruchtigen Pfirsich-Estragon-Salatdressing gegessen. Kartoffelsalat mit einem Klecks veganer Mayo und Zitrone geht aber genausogut. Wer es klassisch mag, nimmt Preiselbeeren dazu.
Also, wenn du das nächste Mal Lust auf ein knuspriges, herzhaftes Essen hast, dann vergiss das Fertigprodukt aus dem Supermarkt und probiere dieses alte, aber goldene Rezept aus. Vielleicht verstehst du dann, warum es für viele Vegetarier damals die einzig wahre Alternative war – und warum es das auch heute noch verdient, gefeiert zu werden.
Zutaten
Mengen für ca. 4 Personen
- 500 gSellerieknolle
- 100 gCornflakes
- 3 ELMehl
- 20 mlSojamilch
- etwasSalz
- etwasPfeffer
- etwasBratöl
Zubereitung
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Vorbereitung
Sellerieknolle mit Schale in Salzwasser al dente kochen. Abschrecken, schälen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.
Cornflakes entweder in eine Tüte geben, verschießen und mit dem Nudelholz klein rollen oder mit den Händen auf einen flachen Teller zerkrümeln.
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Veganes Gemüseschnitzel
Zwei weitere Teller bereit stellen und auf den ersten 2 EL Mehl geben. Auf dem zweiten Teller die Sojamilch mit 1 EL Mehl verrühren und kräftig salzen und pfeffern.
Optional könnt ihr noch Paprikapulver, etwas Kala Namak oder Kräuter wie Thymian hinzufügen.Selleriescheiben von beiden Seiten zuerst in Mehl, dann in der Sojamischung und zum Schluss in den Cornflakes wälzen.
Öl in einer Pfanne erhitzen und die Sellerieschnitzel von beiden Seiten kross anbraten. Hier solltet ihr nicht auf die Kalorien schauen und reichlich Öl verwenden, da die Cornflakes sonst schnell anbrennen und schwarz werden.
