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Zibarten-Schichtdessert mit Kokosmousse

Zibarten-Schichtdessert/mit Kokosmousse

Zibarten-Kokos-Schichtdessert – Veganer Genuss ohne Wenn und Aber

„Was kann man denn als Veganerin eigentlich noch essen?“ Wenn ich für jedes Mal, wenn mir diese Frage gestellt wird, einen Löffel Dessert bekommen hätte – sagen wir mal… dieses Zibarten-Kokos-Schichtdessert –, dann müsste ich vermutlich bald neue Löffel kaufen. Und größere Hosen.

Aber mal ehrlich: Wer glaubt, dass vegane Ernährung mit Verzicht zu tun hat, hat ganz sicher noch nie einen Löffel dieses sündhaft cremigen, sahnig-schmelzenden, nach Urlaub und "wie früher" duftenden Traumdesserts probiert. Dieses Rezept ist nicht einfach nur eine pflanzliche Alternative – es ist das Original, an dem sich andere messen lassen dürfen.

Die Idee für das Zibarten-Kokos-Schichtdessert war schnell geboren. Denn was passt besser zu der leicht herben Fruchtigkeit der Zibarten als etwas mild-süßes, samtiges, tropisch duftendes? Genau: Kokos. Und so wurde aus einer eher seltenen Frucht (gepflückt aus dem eigenen Garten), ein cremiger Nachtisch, den ich mittlerweile schon mehrmals für Gäste gemacht habe. Immer mit dem gleichen Ergebnis: große Augen, große Löffel – und die Frage, wie das so sahnig sein kann ohne ein Gramm Milch. Tja. Kann es.

Schicht für Schicht ein veganer Sommertraum

Die Basis bildet eine luftige Kokosmousse, die weniger kompliziert ist als man denkt, aber dennoch wie ein kleines Dessertwunder wirkt. Kalte vegane Sahne (unbedingt gut gekühlt – das macht später den Unterschied beim Aufschlagen), stabilisiert mit einem Hauch San Apart, wird kombiniert mit geschmolzener weißer veganer Schokolade, etwas Kokosöl und einem Löffel Holunderblütensirup. Dazu kommt Kokosjoghurt – für das frische, leicht säuerliche Gegengewicht.

Allein diese Creme ist schon ein Löffel wert. Oder zwei. Aber wir gehen noch einen Schritt weiter.

Denn jetzt kommen die Zibarten ins Spiel: eingekocht mit etwas Gelierzucker zu einer leuchtend gelben, fruchtig-süß-säuerlichen Schicht, die ganz wunderbar mit der Kokosmousse harmoniert. Wer mag, kann die Zibarten durch ein Sieb streichen, um die Haut loszuwerden – ich persönlich mag’s gern etwas rustikaler.

Geschichtet wird am besten in Gläsern: Erst etwas Frucht, dann Mousse, dann wieder Frucht, dann wieder Mousse – oder wie auch immer du deine eigene süße Architektur gestalten willst. Ich finde ja: Je individueller, desto schöner.

Getoppt wird das Ganze mit ein paar knusprigen Kokoschips und einem Minzblatt. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern rundet auch geschmacklich perfekt ab. Und mal ehrlich: Gibt’s was Schöneres als ein Dessert, das gleichzeitig leicht aussieht, üppig schmeckt und aus Zutaten besteht, die eigentlich gar nicht zusammengehören – aber dann doch eine große Liebe werden?

Veganer Genuss ganz ohne Predigt

Wenn ich dieses Dessert serviere – ob für Familie, Freunde oder neugierige Nachbarn – dann sage ich meistens erst mal gar nichts dazu. Keine große Ansage, kein „Das ist übrigens vegan!“. Ich warte lieber ab. Und tatsächlich kommt fast immer irgendwann die Frage: „Moment mal, da ist doch keine echte Sahne drin, oder?“ Stimmt. Ist keine „echte“ Sahne – sondern eine, die den Namen trotzdem verdient. Cremig, fluffig, absolut genussfähig. Und mit dem Wissen, dass dabei weder Kuh noch Kalb irgendetwas entbehren musste, schmeckt’s mir gleich doppelt so gut. 

Für mich ist dieses Dessert mehr als nur ein Nachtisch. Es ist ein kleiner kulinarischer Gruß aus zwei Welten: Selbst gepflücktes Obst aus dem Garten – voller sonnenreifer, wilder Zibarten – und aus der tropischen Ecke meines Vorratsschranks, wo sich Kokosmilch, Holunderblütensirup und vegane Schoki heimlich zusammentun. Ein Dessert wie eine kleine Reise. Und wer sagt, dass man dafür Milch braucht, hat dieses Glas noch nicht probiert.

Zutaten

Mengen für ca. 4 Personen

Kokosmousse:
  • 200 mlvegane Sahne zum aufschlagen, kalt
  • 1 gestr. TLSan-apart
  • 60 gvegane Schokolade, weiß
  • 2 TLKokosöl /-fett
  • 1.5 ELHolunderblütensirup
  • 200 gKokosjoghurt
Fruchtschicht:
  • 250 gZibarten
  • oder alternativ
    250 gMirabellen
  • 100 gGelierzucker 2:1
Außerdem:
  • 2 ELKokoschips
  • 4 Stk.Minzblätter, frisch
  • 100 gGelierzucker 2:1
  • 1.5 ELHolunderblütensirup
  • 2 ELKokoschips
  • 200 gKokosjoghurt
  • 2 TLKokosöl /-fett
  • 4 Stk.Minzblätter, frisch
  • Alternativposition
    250 gMirabellen
  • 1 gestr. TLSan-apart
  • 250 gZibarten
  • 200 mlvegane Sahne zum aufschlagen, kalt
  • 60 gvegane Schokolade, weiß

Zubereitung

  1. Kokosmousse

    Für die Kokosmousse die kalte Sahne steif schlagen. Zum Schluss San Apart rein rieseln lassen und noch ½ Minute weiter schlagen. Sahne in den Kühlschrank stellen und die Schokolade mit dem Kokosöl im Wasserbad bei niedriger bis mittlerer Temperatur zum schmelzen bringen. Gut mir dem Schneebesen verrühren und etwas abkühlen lassen. Dabei immer wieder rühren.

    Holunderblütensirup mit dem Joghurt mischen und nach und nach in die Schokoladenmasse einrühren. Nicht umgekehrt, da die Schokolade dann klumpt und sich nicht mehr mischt. Zum Schluss die Sahne gründlich unterheben und kühl stellen.

  2. Fruchtschicht

    Zibarten waschen und entkernen. Früchte in einem Topf mit dem Gelierzucker erhitzen, stampfen und mit dem Stabmixer pürieren. 1-2 Minuten kochen, und etwas abkühlen lassen.

  3. Dessert im Glas schichten

    Die Hälfte der Kokosmousse auf 4 Gläser aufteilen und ¾ des Fruchtspiegels gleichmäßig darauf verteilen. Danach zuerst den Rest der Mouse und dann die Fruchtmasse darüber schichten.

    Mit Minzblättern und Kokos-Chips toppen und bis zum Verzehr kühl lagen.