Zucchini-Ingwer-Hummus – Cremiger Sommerliebling für jede Gelegenheit
Es gibt Gemüse, das wächst im Garten fast unbemerkt vor sich hin, bis man eines Morgens mit der Kaffeetasse in der Hand hinausspaziert und denkt: „Huch, wann ist das kleine Ding eigentlich zum Zucchini-Monster geworden?“ Genau das passiert jeden Sommer auf dem Hof. Kaum dreht sich Alex einmal um, liegen auf einmal fünfzig neue Prachtexemplare zwischen den Blättern. Und das wird wiederrum weitergegeben an unsere Ernteeinheit. Ist eine Woche vergangen, finden sich plötzlich sieben, anstelle von drei Zucchini in der Kiste. Obwohl ich Zucchini liebe, kennt wahrscheinlich jede*r von euch den Moment, wo man nicht mehr so genau weiß: Was mache ich jetzt mit all den grünen Riesen?
Ich habe mir fest vorgenommen, diesen Sommer noch mehr aus meinen Zucchini zu machen, als sie nur in die Pfanne zu werfen oder als schnelle Pasta-Alternative zu spiralisieren. Und voilà, hier ist eins meiner liebsten Experimente, das inzwischen fester Bestandteil meiner Rezeptsammlung geworden ist: ein Zucchini-Ingwer-Hummus. Cremig, frisch, leicht scharf und ein bisschen anders als das klassische Pendant – so köstlich, dass man ihn auch ohne Brot, einfach mit dem Löffel direkt aus der Schüssel essen kann. (Ja, ich habe es ausprobiert, und nein, ich bereue nichts.)
Zucchini trifft Kichererbse – ein Dreamteam
Der Clou an diesem Rezept ist, dass die Zucchini den Hummus unglaublich samtig machen, ohne ihn schwer oder mächtig werden zu lassen. Dazu kommen die Kichererbsen, die ja in der veganen Küche sowieso unverzichtbar sind – kleine Eiweißbömbchen, die nebenbei auch noch jede Menge Ballaststoffe mitbringen. Perfekt also, wenn man mal etwas Gesundes, Nahrhaftes, aber nicht gleich eine komplette Hauptmahlzeit auf dem Teller haben möchte.
Und trotzdem: Ich sage euch, dieser Hummus kann durchaus ein Mittagessen sein. Ein Stück gutes Sauerteigbrot dazu, vielleicht ein paar frische Tomaten aus dem Garten, und schon ist man satt, zufrieden und glücklich.
Die kleine Schärfe vom Ingwer und das kleine Etwas, was dieses Hummus so aussergewöhnlich macht
Was diesen Hummus aber wirklich besonders macht, ist der Ingwer. Fünf Gramm klingen nicht nach viel, aber glaubt mir, es ist genau die richtige Menge. Er bringt so eine angenehme Wärme ins Spiel, die sich ganz sanft im Mund ausbreitet und perfekt mit der Frische von Limette harmoniert. Ein kleines bisschen exotisch, ohne aufdringlich zu sein.
Dazu noch ein Hauch Piment, etwas Paprika mit einer feinen Schärfe und – jetzt kommt der ungewöhnlichste Teil – eine Messerspitze Salmiakpulver. Klingt erst mal schräg, oder? Aber gerade das gibt dem Hummus eine unerwartete Tiefe. Probiert dieses Hummus-Rezept aus, und ihr werdet merken, wie sehr so ein kleines Detail den Unterschied macht.
Wozu passt das Zucchini-Ingwer-Hummus?
Kurz gesagt: zu fast allem. Klassisch natürlich zu frischem Brot oder Fladenbrot, aber auch als Dip zu gegrilltem Gemüse, als Aufstrich für Wraps oder sogar als Basis für ein sommerliches Sandwich mit Tomaten und Schlangengurke.
Und wenn man wie ich im August die Zucchini wirklich kistenweise im Haus hat, ist dieses Rezept eine wunderbare Abwechslung zu Suppe, Auflauf oder gebratenen Scheiben. Ein bisschen Sonne auf dem Teller, das man sogar ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren kann.
Also, falls ihr gerade ratlos vor euren eigenen Gartenzucchini steht oder auf dem Markt nicht widerstehen konntet: Probiert diesen Hummus unbedingt aus. Ich verspreche euch, ihr werdet eure Zucchini-Ernte mit ganz neuen Augen sehen.
Zutaten
Mengen für ca. 4 Personen
- 350 gZucchini
- gOlivenöl
- etwasSalz
- 140 gKichererbsen, gekocht
- 5 gIngwer, frisch
- 2 ELLimettensaft
- 1 ELTahin
- 0.8 TLSalz
- 1 PrisePiment, gemahlen
- 0.3 TLPaprikapulver, rosenscharf
- gSambal Olek
Zubereitung
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Ofen-Zucchini vorbereiten
Zucchini waschen, die Enden abschneiden und längst in dünne Scheiben schneiden.
Ein Backblech nach Belieben mit Backpapier auslegen und großzügig mit Olivenöl einpinseln. Zucchinischeiben darauf auslegen und auch von oben nicht zu knauserig mit Öl bepinseln. Etwas salzen und im Backofen bei 200 Grad, ohne vorheizen, ca. 30 Min. backen. Zum Schluss ca. 10 Minuten die Grillfunktion nutzen, bis die Zucchini gebräunt sind.
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Hummus zubereiten und toppen
Kichererbsen abtropfen lassen, Ingwerschale mit einem Löffel abkratzen und den Ingwer reiben.
Wenn die Zucchini fertig sind, eine Zucchinischeibe und ein paar Kichererbsen als Deko zur Seite legen. Die restlichen Zutaten im Foodprocessor zu einem cremigen Hummus verarbeiten und abschmecken. Wer nur einen Stabmixer hat, sollte zuerst die Zucchini pürieren und dann erst die härteren Kichererbsen dazugeben.
