Kochen in lecker!
Damit sich "Bollywood"-Filme rentieren, müssen die Besucher mehrmals ins Kino gehen, am besten mit der gesamten Familie. Daher sind die meisten indischen Filmhits ausgesprochen familientauglich. Eine erfolgreiche Produktion soll alle neun Rasas, die traditionell überlieferten Bestandteile indischer Kunst, enthalten: Liebe, Heldentum, Ekel, Komik, Schrecken, Wundersames, Wut, Pathos und Friedvolles.
Ich finde Bollywood Filme ziemlich schlimm. Obwohl, ich habe ehrlicherweise nur einen Ausschnitt gesehen. Aber das hat gereicht um alle Bollywood Filme abzustempeln. Indisches Essen hingegen mag ich sehr gerne. Es ist häufig vegan oder lässt sich sehr leicht abwandeln. Meinen ersten Ansatz, ein tanzendes oder sich anschmachtendes Paar optisch darzustellen, habe ich als zu schwierig abgetan. Hätte keiner erkannt, selbst mit Bollywood Musik im Hintergrund nicht.
Aber indisches Essen ist ja auch schon abwechslungsreich genug, ohne optische Komponente.
Die Vielfältigkeit der indischen Küche entstand zum einen durch die Größe des Landes, aber auch durch die Religions- und Kulturgeschichte. So finden sich in der indischen Küche viele Elemente aus dem Orient, wie z. B. Naan-Brot, Pistazien oder Kreuzkümmel. Aber auch westliche Einflüsse der ehemaligen Kolonialmächte, die Tomaten oder Kartoffeln mit hinein brachten.
Charakteristisch für die indische Küche sind aber vor allem Currys, bzw. die Verwendung von bestimmten Gewürzen. Denn Currypulver, wie wir es hier in Deutschland kennen, gibt es in Indien nicht wirklich. In der Regel wird die Currymischung selbst gemacht und jedes Gericht hat eine andere Zusammensetzung. Auch variieren die Currys von Region zu Region, und in den meisten Familien gibt es vermutlich auch ein gut gehütetes „Curry-Geheimrezept“.
Und hier kommen wir der Frage, was Bollywood mit indischem Essen zu tun näher. Ich würde behaupten, dass es für eine erfolgreiche Currymischung, auch eine Anzahl an bestimmten Grundgewürzen gibt. Wenn ich viel Zeit habe, werde ich das mal recherchieren oder einen Kurs bei einem indischen Koch machen. Bis dahin bestehen meine Currymischungen – in unterschiedlicher Zusammensetzung – aus Kurkuma, Koriandersamen, Bockshornklee, Kreuzkümmel, Ingwer, Pfeffer, Kardamon, Asafoetida, Fenchel, Senfkörner, Zimt, Nelken, Kardamon, Chilli, Paprika, Muskat und Knoblauch.
Pura Vegana!
Mengen für ca. 4 Personen
Für das Gewürzpulver alle Gewürze – bis auf das Garam Masala – ohne Öl in einer gut beschichteten Pfanne geben und einige Minuten rösten. Danach mahlen oder mörsern und zum Schluss Garam Marsala hinzufügen.
Paprika, Spinat und Tomaten waschen und separat klein schneiden und zur Seite stellen.
Zwiebeln schälen und würfeln.
Knoblauch und Ingwer schälen und reiben.
2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebeln darin glasig dünsten. Die Tomaten hinzufügen und ca.5 Minuten köcheln bis sie zerfallen. Danach kurz pürieren.
In einem großen Topf 2 EL Öl erhitzen und den Ingwer und Knoblauch kurz anbraten. Paprika und Spinat hinzufügen ein paar Minuten dünsten bis der Spinat zerfallen und die Paprika bissfest ist.
Tomatensoße, Salz und Gewürzpulver untermischen.
Wer gerade keinen frischen Spinat und Tomaten zur Hand hat, kann natürlich auch TK-Spinat und Dosentomaten nehmen. Dazu nur die Paprika mit den Zwiebeln etwas anbraten und die restlichen Zutaten hinzufügen.
Zuletzt Tofu in kleine Stücke schneiden und mit dem Joghurt hinzufügen.
Den Reis nach Packungsbeilage kochen.
Koriander hacken und beides zum Kadai Paneer servieren.
Mengen für ca. 4 Personen
Möhren schälen und in Scheiben schneiden.
Kohl vierteln, Strunk entfernen und in Streifen schneiden.
Beides für ca. 3 Minuten in kochendem Wasser blanchieren. In ein Sieb geben und kalt abschrecken.
Ingwer und Knoblauch schälen und reiben.
Zwiebeln schälen, vierteln und in Steifen schneiden.
Chillichote waschen, längs halbieren, die Kerne entfernen und ebenfalls in Streifen schneiden.
Öl in einem Topf erhitzen und bei schwacher Hitze die Gewürze (bis auf Salz und Pfeffer) unter Rühren ein paar Minuten dünsten.
Das Gemüse und den Essig hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Alle Zutaten bis auf das Seitan mit 280 ml Wasser pürieren.
Seitan Fix hinzugeben und 5-10 Minuten mit der Hand gut verkneten.
Danach ca. 30 Minuten ruhen lassen.
Teig vierteln etwas flach drücken. Von allen Seiten mehrmals straff nach innen falten und so eine ovale Form modellieren. Dabei darauf achten, dass die Oberfläche schön gespannt und gleichmäßig ist. Im Schnellkochtopf in den Dünsteinsatz legen und ca 15 Minuten garen.
Ingwer und Knoblauch schälen und grob haken. Koriander und Minze etwas klein schneiden.
Alle Zutaten mit einem Stabmixer zu einer feinen Marinade pürieren.
Die Seitanstückchen mit einem scharfen Messer mehrmals quer einschneiden, in eine Dose legen und von beiden Seiten mit der Marinade bestreichen. Am besten über Nacht gekühlt einwirken lassen, mindestens aber ein paar Stunden.
Den Backofen auf 250 Grad Grillstufe, alternativ Ober- und Unterhitze, vorheizen.
Die Seitanstücke auf ein Grillrost legen und auf der oberste n Stufe , direkt unter den Grill, ca. 8 Minuten grillen. Danach einmal umdrehen und die andere Seite 8 Minuten grillen. Da die Marinade tropfen kann, am besten ein Backblech auslegen und unter den Rost schieben.
Mengen für ca. 4 Personen
Rote Beete garen. Wenn sie abgekühlt ist schälen und in kleine Würfel schneiden.
Joghurt mit Kala Namak, Salz und Zitronensaft verrühren.
Ein paar Minzblätter als Deko beiseite legen. Den Rest klein haken und unterrühren.
Die restlichen Gewürze bei niedriger Temperatur ohne Öl 6-8 Min. in einer gut beschichteten Pfanne rösten. Danach im Mörser fein zerkleinern.
Die Gewürzmischung unter den Joghurt rühren und die kleingeschnittene rote Beete unter heben.
Mit Minzblättern garnieren.