Kochen in lecker!

Thailändische Kokossuppe Tom Kha Hed

Thailändische Kokossuppe/Tom Kha Hed

Asiatisches Flair ganz einfach zu Hause

Bekommt ihr Besuch und habt wenig Zeit? Klaro, wer kennt das nicht: Entweder denkt man eine Woche lang: „Ist ja noch Zeit“. Oder man hat lange keinen Termin mit den Freundinnen gefunden, ganz plötzlich eine spontane Lücke, wo alle können, und man ist selbst diejenige, die ein schnelles veganes Rezept braucht, was aber lecker ist und auch Nicht-Veganer*innen überzeugt.

Eine Thailändische Kokossuppe ist so ein Rezept, das man immer als Geheimwaffe einsetzen kann. Zum einen ist sie schnell gemacht, zum anderen kenne ich bisher niemanden, dem sie nicht super geschmeckt hat. Und für mich super praktisch: Sie ist mit jedem Erntemonat aus unserer SoLaWi-Einheit kompatibel, da man immer das Gemüse reinschnibbeln kann, was gerade geerntet wurde und man aktuell da hat. Da wir immer so viel frisches Gemüse haben, fällt in meiner Tom Kha Hed der Pilzanteil etwas kleiner aus und auch in Form von getrockneten Pilzen. Das tut dem Geschmack der Suppe aber keinen Abbruch, denn durch das aromatische Gemüse und die typischen thailändischen Gewürze wie frischem Zitronengras, Galgant und langem Koriander entsteht ein Geschmackserlebnis, das einfach ihresgleichen sucht.

Nachhaltig, flexibel und vegan

Was ich an diesem Gericht besonders schätze, ist die Flexibilität. Durch meine SoLaWi-Kiste (Solidarische Landwirtschaft) lerne ich immer wieder, wie man mit dem kocht, was die Natur uns gerade schenkt. Ob Karotten, Paprika oder ein bisschen anderes Saisongemüse – alles passt in die Kokosbasis. Das macht das Rezept nicht nur vegan und gesund, sondern auch nachhaltig.

Egal, ob du eine leichte Vorspeise für ein Dinner-Date suchst oder einfach nur ein wärmendes Comfort Food für einen regnerischen Dienstagabend: Diese Suppe ist die Antwort. Sie ist sättigend, aber nicht schwer im Magen und bringt diesen besonderen „Wow-Effekt“, ohne dass du stundenlang in der Küche stehen musst.

Also, schnapp dir dein Lieblingsgemüse, lass die Gewürze wirken und tauch ein in diese wunderbare asiatische Geschmackswelt. Du wirst sehen, dass vegane Küche oft am einfachsten ist, wenn man sie mit Liebe und frischen Zutaten zubereitet.

Was steckt eigentlich hinter „Tom Kha Hed“?

Vielleicht fragst du dich, was dieser Name eigentlich bedeutet. In der thailändischen Küche ist die Benennung oft sehr pragmatisch. „Tom“ bedeutet schlichtweg „kochen“ oder „sieden“, während „Kha“ für den Galgant steht – diese knollige Wurzel, die eng mit dem Ingwer verwandt ist, aber eine ganz eigene, zitrusartige Note hat und das Herzstück dieser Suppe bildet.

Das „Hed“ am Ende steht für den Pilz. Die klassische Variante, die man oft in Restaurants findet, heißt „Tom Kha Gai“ (Gai = Huhn). Aber mal ehrlich: Wer braucht schon Fleisch, wenn man die cremige Konsistenz von Kokosmilch und Tofu im Haus hat? In der veganen Version ist die Suppe nicht nur tierfrei, sondern oft sogar aromatischer, weil die Zutaten den Hauptdarstellern den Vortritt lassen. Falls ihr auch mal eine vegane Tom Kha Gai mit Tofu ausprobieren möchtet, die habe ich auch schon mal für euch gekocht ;-)

Ich liebe die asiatische Küche, weil sie dieses unglaubliche Spiel aus gegensätzlichen Geschmacksrichtungen beherrscht: cremig-mild trifft auf scharf-würzig, und eine spritzige Säure schneidet durch die Schwere der Kokosmilch. Genau das macht dieses thailändische Rezept so besonders. Es ist die perfekte Balance.

Das Beste daran ist, dass man für dieses Gericht kein Profi-Koch sein muss. Es ist ein wirklich einfaches Rezept, bei dem es weniger auf Millimeterarbeit ankommt, sondern vielmehr auf das Gefühl und das Probieren. Wenn du die Suppe kochst, wirst du merken, wie sich die Küche plötzlich in ein kleines Thailand-Restaurant verwandelt – dieser Duft von Zitronengras und Kokos ist einfach pure Urlaubsstimmung auf dem Teller.

Zutaten

Mengen für ca. 4 Personen

Kokossuppe:
  • 350 gPorree
  • 350 gChinakohl
  • 300 gKarotten
  • 2 St.Zitronengras
  • 1 Stk.Galgantwurzel
  • 1 St.Chillischote, rot
  • 2 St.Knoblauchzehen
  • 3 ELBratöl
  • 10 St.Kaffirlimettenblätter
  • 500 mlGemüsebrühe
  • 3 handvollShitake Pilze
  • 400 mlKokosmilch
  • 4 ELNo Fish-Soße
  • 1 TLTamarindepaste
  • 1 ELLimettensaft
  • n. B.Salz
Topping:
  • 1 handvollvietnamesischer Koriander
  • 1 handvollMinzblätter, frisch
  • 3 ELBratöl
  • 1 St.Chillischote, rot
  • 350 gChinakohl
  • 1 Stk.Galgantwurzel
  • 500 mlGemüsebrühe
  • 10 St.Kaffirlimettenblätter
  • 300 gKarotten
  • 2 St.Knoblauchzehen
  • 400 mlKokosmilch
  • 1 ELLimettensaft
  • 1 handvollMinzblätter, frisch
  • 4 ELNo Fish-Soße
  • 350 gPorree
  • n. B.Salz
  • 3 handvollShitake Pilze
  • 1 TLTamarindepaste
  • 2 St.Zitronengras
  • 1 handvollvietnamesischer Koriander

Zubereitung

  1. Gemüse vorbereiten

    Die trockenen Enden des Porrees abschneiden, die Stange einmal längst einritzenen und in fingerdicke Ringe schneiden.
    Strunk vom Chinakohl heraustrennen und die Blätter etwa gleichgroß zum Porree schneiden.
    Beides gut waschen und abtropfen lassen.

    Möhren schälen und in dünne Scheiben schneiden oder würfeln.
    1 handvoll Gemüse als Deko beiseite legen.

    Zitronengras putzen, mit einem Holzlöffel o.ä. etwas platt drücken und schräg in ca. 4 cm lange Stücke schneiden. Galgant in dünne Scheiben schneiden. Knoblauch abziehen und mit der Chillischote fein würfeln.

  2. Tom Kha Hed zubereiten

    In einem Topf etwas Öl erhitzen und den Porree, Möhren, Knoblauch und Chilli kurz anrösten.
    Mit Gemüsebrühe ablöschen, Kohl, Galgant, Zitronengras, Limettenblätter und getrocknete Pilze hinzufügen und 5 Minuten köcheln lassen.

    Kokosmilch, Nofisch-Sauce, Tamarindenpaste und Limettensaft hinzufügen, ein paar Minuten köcheln lassen bis das Gemüse bissfest ist und die Pilze weich und ggf. mit Salz abschmecken.

    Nach Belieben Kaffir-Limettenblätter und Zitronengras vor dem Servieren entfernen und mit kleingeschnittenem Gemüse und Kräutern toppen.