Backen für eine gute Sache – und zwar komplett vegan!
Ich backe mich gerade warm. Und zwar für einen wirklich schönen Anlass: das Sommerfest der Tierfreunde Münster. Denn dort gibt es in diesem Jahr eine Entscheidung, die ich persönlich richtig großartig finde: Das komplette Sommerfest wird ausschließlich mit veganem Essen stattfinden. Juchuu, jipieh und hurra! Endlich einmal eine konsequente Entscheidung.
Warum ich mich darüber so freue? Nun ja, für mich gehört das einfach zusammen. Wenn man sich für den Tierschutz engagiert, Tiere rettet, gesund pflegt und ihnen anschließend ein möglichst schönes neues Zuhause sucht, finde ich es schwierig, gleichzeitig andere Tiere auf den Grill zu legen und zu essen. Für mich passt das nicht zusammen. Umso mehr möchte ich diesen wichtigen Schritt unterstützen – natürlich mit Kuchen!
Und damit begann das große Grübeln: Was soll ich backen? Ideen hatte ich nämlich mehr als genug. Gerade bin ich eigentlich vollkommen im Karamell-, Nuss- und Schokofieber und hätte mich liebend gerne in diese Richtung ausgetobt. Aber ich habe dann einfach einmal nachgefragt, was beim Sommerfest im vergangenen Jahr besonders gut angekommen ist. Die Antwort war ziemlich eindeutig: Käsekuchen und etwas Fruchtiges.
Okay, das lässt sich machen. Und seien wir ehrlich: Wann, wenn nicht im Sommer, ist die perfekte Zeit für leckere vegane Cheesecakes und Kuchen mit frischen Früchten?
Von Feigen, Pflaumen und Cheesecake – die Kuchen-Auswahl steht
Ein paar leckere vegane Kuchenrezepte habe ich in letzter Zeit schließlich schon ausprobiert. Da wäre zum Beispiel der vielgelobte Feigen-Trauben-Mandelkuchen. Und weil bei meinem Bruder tatsächlich noch reife Feigen am Baum hängen, war dieser Kandidat ziemlich schnell gesetzt. Frucht? Check!
Auch der Pflaumen-Mandel-Kuchen mit Puddingcreme scharrt schon mit den Hufen. Die Pflaumenzeit steht vor der Tür und eine Freundin hat bereits angekündigt, dass ich bald zum Ernten kommen darf. :-D Auch hier ist die Fruchtfrage also schon mal geklärt.
Fehlen noch die veganen Käsekuchen. Und da musste natürlich ein ganz besonderer Kandidat mit ins Rennen: mein zuckerfreier RAW-Cake Mango-Kokos. Auf dieses Cheesecake-Rezept bin ich tatsächlich ein bisschen stolz, denn der Kuchen ist unglaublich lecker und kommt dabei ganz ohne zugesetzten Zucker aus.
Für den zweiten Käsekuchen wollte ich allerdings bewusst auf Nüsse verzichten. Schließlich gibt es Menschen mit Nussallergien, und gerade bei einem öffentlichen Fest finde ich es schön, wenn möglichst viele mitessen können. Also habe ich mein Grundrezept für einen einfachen veganen Cheesecake geschnappt und ein bisschen daran herumgetüftelt.
Herausgekommen ist eine Käsekuchen-Variante, die ich schon lange auf dem Plan hatte, aber bisher nie umgesetzt habe. Denn weder in der Verwandschaft, noch in der Bekanntschaft gibt es bei mir jemanden mit einem Heidelbeerstrauch :-D Im Sommer bin ich immer damit beschäftigt Zirbarten, Zwetschgen/Pflaumen, Kirschen, Johannisbeeren, Birnen und Äpfel zu verarbeiten. Aber dieses Jahr musste es mal sein!
Heidelbeeren treffen auf veganen Käsekuchen
Heidelbeeren und Käsekuchen sind für mich sowieso ein ziemlich unschlagbares Team. Der cremige Käsekuchen trifft auf die fruchtige, leicht säuerliche Note der Heidelbeeren – genau die Kombination, die im Sommer funktioniert. Nicht zu schwer, schön fruchtig und trotzdem so richtig schön cremig.
Dabei muss ein guter veganer Käsekuchen gar nicht kompliziert sein. Genau das mag ich an diesem Rezept besonders. Es braucht keine ausgefallenen Zutaten und auch keine Nüsse. Der Kuchen lässt sich relativ einfach backen und eignet sich damit wunderbar für alle, die Lust auf einen klassischen Käsekuchen haben, aber eben in vegan.
Und natürlich darf er auch ganz ohne Sommerfest auf dem Kuchenteller landen. Denn seien wir mal ehrlich: Ein leckerer Cheesecake mit Heidelbeeren braucht eigentlich keinen besonderen Anlass. Ein sonniger Nachmittag, der Partner oder ein paar Freundinnen, eine Tasse frisch durchgedrehten Kaffee mit Hafemilchschaum und ein Stückchen Kuchen reichen völlig aus. Dabei darf der Nachmittag einfach so verstreichen. Herrliche Vorstellung :-)
Für mich ist dieser Heidelbeer-Käsekuchen aber diesmal noch ein bisschen mehr: ein kleiner Beitrag zu einem Sommerfest, bei dem der Tierschutz wirklich konsequent gedacht wird. Und wenn ich mit einem veganen Kuchen zeigen kann, wie lecker tierfreundliches Essen sein kann, dann backe ich dafür doch besonders gerne.
Also: Backofen an, Heidelbeeren bereitstellen und los geht’s mit diesem einfachen veganen Käsekuchen-Rezept. Denn vegan, lecker und sommerlich – das funktioniert ganz wunderbar zusammen!
Zutaten
Mengen für ca. 1 Springform, 18 cm
- 75 gWeizenmehl, Typ 550
- 0.5 TLBackpulver
- 25 gZucker
- 40 gvegane Butter
- 70 gZucker
- 0.25 TLVanille, gemahlen
- 25 gSpeisestärke
- 1 Stk.Zitrone, bio
- 800 gveganer Skyr-Joghurt, Heidelbeere
- 200 gHeidelbeeren
- 100 gGelierzucker 2:1
- 0.5 St.Zitrone, bio
- 50 gveganer Frischkäse, natur
- 1 handvollHeidelbeeren
- 1 handvollMinzblätter, frisch
- 0.5 TLBackpulver
- 100 gGelierzucker 2:1
- 200 gHeidelbeeren
- 1 handvollHeidelbeeren
- 1 handvollMinzblätter, frisch
- 25 gSpeisestärke
- 0.25 TLVanille, gemahlen
- 75 gWeizenmehl, Typ 550
- 1 Stk.Zitrone, bio
- 0.5 St.Zitrone, bio
- 95 gZucker
- 40 gvegane Butter
- 50 gveganer Frischkäse, natur
- 800 gveganer Skyr-Joghurt, Heidelbeere
Zubereitung
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Vorbereitung
Sollte es bei Dir im Laden veganen Skyr-Joghurt mit Heidelbeergeschmack finden, dann kannst Du diesen Schritt überspringen, da dieser eine festere Konsistenz hat. Falls Du nur einen "normalen" Heidelbeerjoghurt gefunden hast, legst Du ein Sieb mit einem Mulltuch, gibst den Heidelbeerjoghurt hinein und lässt ihn mindestens 2 Stunden abtropfen. Wenn Du dazu keine Zeit oder Lust dazu hast, kannst Du auch 5-10 g Speisestärke mehr verwenden, damit die Heidelbeer-Joghurtschicht fester wird.
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Mürbeteigboden
die trockenen Zutaten in einer Rührschüssel gut miteinander vermischen. Vegane Butter raspeln oder in sehr kleine Stückchen schneiden, dazugeben und mit den Händen gut kneten.
Die Form einfetten, bzw. mit Backpapier auslegen und nur den Rand fetten und den Boden gleichmäßig verteilen und leicht andrücken. Das kannst Du sehr gut mit der Unterseite eines großen Löffels machen, dann wird er überall schön glatt und gleichmäßig.
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Vegane Käsecreme
Zucker, Vanille und Speisestärke in einer Schüssel verrühren und den Zitronenabrieb mit Heidelbeerjoghurt nach und nach einrühren, bis eine glatte Masse entstanden ist.
Die Creme auf den Boden verteilen und im vorgeheiztem Backofen bei 180 Grad Ober- / Unterhitze auf der mittleren Schiene 60 Minuten backen. Danach in der Form 1-2 Stunden abkühlen lassen.
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Fruchtspiegel & Deko
Für das Topping die Heidelbeeren mit Gelierzucker in einem Topf erhitzen, gründlich klein stampfen und 1-2 Min kochen lassen.
Beerenmus auf den abgekühlten Käsekuchen geben und nochmals 1-2 Stunden im Kühlschrank hart werden lassen.Vor dem servieren nach Belieben dekorieren.
