Kochen in lecker!
Bei Pärchen mit einem unterschiedlichem Motto, versuche ich immer erstmal die beiden Wünsche zusammen zu bringen. Meist klappt es, indem der Nachtisch das eine Motto ist, das Hauptgericht das andere Motto.
Fest stand: "Weihnachtsmarkt" ist süß, jedenfalls für mich. Die ganze Weihnachtszeit ist für mich eher süß. Vermutlich weil ich als Veganerin keinen Gefallen an Weihnachtsbraten, Gans und Co habe. Aber Glühwein, gebrannte Mandeln und Co, das finde ich super, daraus lässt sich gut ein toller Nachtisch zaubern.
Aber "Dänemark"? Was essen die Dänen denn? Keine Ahnung, mein letzter und einziger Trip nach Dänemark ist Urzeiten her, während einer Inter Rail Tour wo wir uns von Tütensuppen, Gurken, Obst und Brot ernährt haben. Apropos Brot: Smørrebrød kenne ich noch von der Muppets Show.
Die Recherche ergibt: Hot Dogs sind sehr beliebt und die mobilen Wagen immer gut besucht. Gut, damit hätte ich jetzt nicht gerechnet, eher Fisch und sonstiges Meeresgetier. Aber das mag ich noch nicht mal in der veganen Variante und mitessen wollte ich ja schon.
Einzig vegane Jakobsmuscheln gehen, die könnte man aus Kräuterseitlingen und als Vorspeise machen. Pilze? Ach ja, die gibt es ja auch auf dem Weihnachtsmarkt. Also dann lieber gebratene Pilze mit Kräutersoße als Vorspeise? Und was gibt es dänisches als Hauptgericht wenn Weihnachtsmarkt die Vor- und Nachspeise ist? Dann also doch veganen Hot Dog oder Smørrebrød? Hm, nicht ganz so befriedigend, eher etwas langweilig.
Aber ein gutes körniges Brot zu backen ist doch auch was und bei der Durchsicht von beliebten Smørrebrød-Rezepten stoße ich auch auf eines mit Kartoffeln. Kartoffeln? Moment mal, ein klassisches Weihnachtsmarktgericht sind doch auch Kartoffelpuffer mit Apfelmus. Und jetzt, was mache ich denn jetzt als welchen Gang?
Am besten beides im Vergleich, also ein doppeltes drei-Gang-Menü. So wird auch jeder satt.
Pura Vegana!
Ich habe mich hier dazu entschieden das Brot selbst zu backen. Aber natürlich kann auch eine Fertigmischung verwendet werden, oder ein körniges Brot vom Bäcker.
Mengen für ca. 4 Personen
Mehl und Hefe in einer Schüssel gut miteinander mischen. Die restlichen Zutaten unterheben.
350 ml lauwarmes Wasser hinzufügen und entweder in einer Küchenmaschine oder mit der Hand gut verkneten.
Eine Brotbackform einfetten und den Teig hinzugeben. Mit einem feuchten Geschirrtuch zudecken und 1 Stunde an einem warmen Ort ruhen lassen.
Im vorgeheiztem Ofen bei 200 Grad Ober- / Unterhitze 50 Minuten backen. Anschließend aus dem Ofen nehmen und eine halbe Stunde liegen lassen, bevor das Brot aus der Form genommen werden kann.
Kartoffeln mit Schale kochen, abkühlen lassen, pellen und in Scheiben schneiden.
8 Scheiben Brot abschneiden und jeweils mit Sandwichcreme und Kartoffelscheiben belegen.
4 Brote mit Tomatenscheiben und Kresse belegen und 4 Brote mit Radieschenscheiben und Schnittlauch.
Mengen für ca. 4 Personen
Joghurt und Remoulade verrühren. Die Knoblauchzehe schälen und in die Soße hineinpressen. Schnittlauch in kleine Röllchen schneiden und bis auf ein paar Dekoröllchen unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Restlichen Schnittlauch auf der Kräutersoße verteilen.
Champignons putzen und in Scheiben schneiden.
Die Zwiebel schälen, klein würfeln und in ca. 2 EL Öl etwas andünsten. Die Champignons hinzufügen und etwas anrösten. Essig hinzugeben und unter wenden durchgaren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit der Kräutersoße servieren.
Mengen für ca. 4 Personen
Zuerst die Wermut-Wein-Soße vorbereiten und die Zwiebel schälen und sehr klein hacken oder schneiden. In etwas Rapsöl in einem Topf glasig dünsten und den Wein und Wermut dazugeben. Bei reduzierter Hitze die Flüssigkeit bis auf 10-20% einkochen lassen und danach mit Sahne aufgießen und mit Salz abschmecken.
Bis die Soße fertig ist, die Karotten schälen und in Scheiben schneiden. Die Grün an der Fenchelknolle abschneiden und als Deko beiseite legen. Dann die trockenen Enden abschneiden, die Knolle halbieren, den Strunk entfernen und den Fenchel klein schneiden.
Die Zwiebel schälen, klein würfeln und in etwas Rapsöl andünsten. Karotten- und Fenchelgemüse hinzufügen und kurz mitdünsten. Mit Brühe auffüllen und bei mittlerer bis kleiner Flamme langsam vor sich hin köcheln lassen bis das Gemüse gar ist. Kurz vorher den Zitronensaft hinzufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
In der Zwischenzeit für die Jakobsmuscheln die Köpfe und das Ende des unteren Stielendes der Kräuterseitlinge entfernen und die Stiele in 2-3 cm dicke Scheiben schneiden. Von beiden ein x einritzen.
Noriblätter in sehr kleine Stücke schneiden oder rupfen. 1 TL Brühepulver in 100 ml Wasser auflösen.
Die Brühe, Weißwein, Norischnipsel und die Misopaste in einer großen Pfanne erhitzen und ca. 10 Minuten köcheln lassen. Die Kräuterseitlinge hinein geben und 10 Minuten bei geringerer Temperatur köcheln lassen. Nach 5 Minuten wenden. Nach den vollen 10 Minuten die Pfanne vom Herd nehmen und nochmals 10 Minuten ziehen lassen.
In der Zeit den Knoblauch schälen und sehr fein würfeln.
Die Pilze aus der Pfanne nehmen und in einem Sieb abtropfen lassen, die Brühe wegschütten und das Sesamöl in der Pfanne erhitzen. Knoblauch und Pilze hinzufügen und die veganen Muscheln von beiden Seiten scharf anbraten.
Die Soße schaumig mixen und auf 4 Teller verteilen. Das Karotten-Fenchel-Gemüse nach belieben etwas anpürieren, und ebenfalls auf die Teller geben. Pilze drauf verteilen und pinken Pfeffer über das Gericht mahlen und die Lauchzwiebel verteilen.
Mengen für ca. 4 Personen
Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in einem großen Topf klein schneiden.
Den Saft hinzufügen und bei niedriger bis mittlerer Hitze weich köcheln lassen.
Danach groß zerstampfen, den Gelierzucker hinzufügen und 1-2 Minuten sprudelnd kochen lassen. Zum abkühlen kalt stellen.
Kartoffeln und Zwiebel schälen und mit einer groben Reibe in eine Schüssel reiben. Mit den Händen die Flüssigkeit etwas auspressen. Gewürze und das Kichererbsenmehl hinzufügen und gut mit den Händen durchkneten.
Kleine, nicht zu dicke Puffer formen und in einer Pfanne in reichlich Öl von beiden Seiten goldgelb braten. Mit geschlossenem Deckel noch ein paar Minuten in der Pfanne durchgaren lassen und am besten ganz heiß mit dem Apfelmus servieren.
Mengen für ca. 16 Stück
Vegane Butter und Reismilch in einem Topf erhitzen, bis das Fett geschmolzen ist.
In eine Rührschüssel geben und abwarten bis die Flüssigkeit etwas abgekühlt ist. Die Hefe hinzufügen, ebenso Zucker, Salz und Kardamom. Solange rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
Danach das Mehl in die Schüssel geben und den Teig gut durchkneten, bis er glatt ist und sich von den Fingern löst.
Die Schüssel mit einem Tuch abdecken und 40 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen, damit der Teig aufgehen kann.
Nach ca. 20-30 Minuten kann man die Zimtfüllung vorbereiten. Dafür vegane Butter erwärmen und den braunen Zucker und Zimt unterrühren.
Nun den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche von ca. 20 x 30 cm ausrollen und gleichmäßig mit der Füllung bestreichen.
Danach den Teig von der langen Seite her aufrollen und in ca. 1 cm dicke Stücke schneiden.
Die Zimtschnecken auf ein, mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und nochmal mit einem Tuch abdecken und 20 Minuten gehen lassen.
Wenn die Zeit um ist, Puderzucker mit 1 TL Wasser vermischen und die Rohlinge damit bestreichen und danach Hagelzucker drauf verteilen.
Im vorgeheiztem Backofen bei 225 Grad Ober- / Unterhitze 6 bis 8 Minuten backen.
"Weihnachtsmarkt"
Warum gehe ich auf den Weihnachtsmarkt? Nennt mich eine Schnapsdrossel, aber in erster Linie um einen Glühwein zu trinken :-D
Jetzt muss man dazu sagen, dass es hier in Münster einen Stand gibt, der selbstgemachten Glühwein hat, mit gutem Rotwein. Also nicht -> Flaschen auf und reingekippt in den Bottich. Wenn es warm ist, fällt es eh keinem auf. Nein, an dem Abend nicht, da ist man froh, wenn man einen warmen Becher in der Hand hat. Aber am nächsten Tag, da ist das Elend groß! Und das passiert bei diesem Stand eben nicht. Da dürfen es auch mal 2 oder 3 Becher sein, ohne dass der Schädel am nächsten Tag brummt.
In zweiter Linie gehe ich auf den Weihnachtsmarkt wegen einer Tüte gebrannter Mandeln. Mittlerweile gibt es ja auch ganz viele andere Nusssorten in gebrannter Form. Aber Mandeln sind eben auch ein Stück Erinnerung.
Auf Lebkuchen kann ich gut verzichten. Sowohl bei Lebkuchenherzen vom Weihnachtsmarkt, als auch bei Printen oder Schoko-Lebkuchenbrezeln schlägt mein Herz nicht höher. Wohl aber bei der Lebkuchen-Mousse die ich gemacht habe. Ob das an meinem Rezept liegt? ;-)
Wenn ihr Fans von Nachtisch mit Weihnachtsgeschmack sein solltet, dann müsst ihr auf jeden Fall alle drei Desserts probieren. In dieser vorgestellten Dreier-Kombi ergibt es ca. 10 Portionen. Quasi noch etwas für den folgenden Tag. Natürlich schmecken die süßen Leckereien auch einzeln, dann ergibt es jeweils 4-6 Portionen.
Mengen für ca. 10 Personen
Schokolade zerkleinern, im Wasserbad schmelzen lassen und etwas abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Sahne mit 1 EL Zucker, Sahnesteif und Vanillezucker steif schlagen.
Tofu, Puderzucker und Lebkuchengewürz mit einem Stabmixer pürieren. Dann zuerst die flüssige Schokolade dazugeben und unterrühren und danach die Sahne. Für mindestens 2 Stunden kalt stellen.
Alle Zutaten bis auf den Gelierzucker in einem Topf erhitzen und bei kleiner Flamme 15-20 Minuten ziehen lassen.
Danach die Zimtstange und die Nelken heraus nehmen, Gelierzucker hinzufügen und ca. 2 Minuten kochen lassen. In kleine Gläser füllen und für 2 Stunden kalt stellen und gelieren lassen.
Zucker, Wasser, Vanillezucker und Zimt in einen Topf geben und das Wasser zum kochen bringen. Wenn sich der Zucker komplett aufgelöst hat die Mandeln hinzugeben und gut vermischen. Die Temperatur nicht herunter regeln, da sonst der Zucker nicht karamellisiert. Die Mandeln so lange im Topf umrühren, bis der Zucker komplett trocken ist. Das kann bis zu 10 Minuten dauern. Dabei aufpassen, dass wirklich der komplette Zucker karamellisiert, aber nicht anbrennt. Danach auf ein Backpapier ausbreiten und auskühlen lassen.
Die Datteln in einen Mixer geben und zerkleinern. Wenn die Masse homogen ist die Hälfte der gebrannten Mandeln hinzufügen und nochmal durchmixen.
Aus der Dattelmasse 16 gleichgroße Kugeln formen. Dabei nicht zu feste drücken, sie sollten noch etwas locker an der Oberfläche sein.
Die andere Hälfte der gebrannten Mandeln auf dem Papier ausbreiten und die Kugeln drüber rollen, so dass sie von allen Seiten mit den Mandel bedeckt sind. Die Mandelstückchen halten besser wenn man sie vorsichtig andrückt.
Alle drei Desserts auf einem Teller anrichten und nach Belieben mit Orangenscheiben, Lebkuchenmousse, restlichen gebrannten Mandeln, Schokolade und Dekostreuseln dekorieren.