Kochen in lecker!
Das Motto hat sich jemand gewünscht, den man nicht unbedingt als Katzenfreund bezeichnen würde. Soll ich meine beiden "Kater" braten? Geht die Katzenabneigung so weit?
Normalerweise könnte ich ihm jedes Gericht servieren und sein Wunsch wäre erfüllt. Denn jeder Katzenbesitzer kann bestätigen, dass mindestens 1 Katzenhaar in jedem Essen gefunden wird.
Aber mit ein paar Minuten Überlegung fügt sich das Motto ganz hervorragend in dem Gedanken, den ich schon länger habe: Ein Menü mit Alkohol. Denn spätestens seitdem ich diverse Spirituosen beim Marmeladen kochen als unglaublichen Geschmacksbooster entdeckt habe, denke ich darüber nach was man denn als komplettes Menü machen kann.
Und für den Fall, dass er nach dem alkoholgeschwängerten Essen wirklich am nächsten Tag einen Kater hat, gibt es den veganen Rollmops auch noch mit auf den Weg.
Pura Vegana!
Mengen für ca. 4 Personen
Süßkartoffeln schälen, in gleichgroße Stücke schneiden und in 1 l Wasser mit 4 TL Salz weich kochen lassen.
4 Dillzweige als Deko zur Seite legen und bei den restlichen Zweigen die Spitzen vom Stil zupfen.
Wenn die Kartoffeln weich sind die Suppe mit einem Stabmixer pürieren, die restlichen Zutaten hinzufügen und bei kleiner Flamme noch 15 Minuten durchziehen lassen.
In der Zeit den Speck zubereiten und dazu das Reispapier in ca. 3x10 cm Streifen schneiden. Für die Marinade alle restlichen Zutaten gut miteinander mischen.
Je 3 Steifen Reispapier unters Wasser halten und zusammen legen, so dass sie etwas dicker sind.
Auf Backpapier auslegen und von beiden Seiten mit der Marinade bepinseln.
Im vorgeheiztem Backofen bei 200 Grad 1 – 2 Minuten backen. Der Sprung von kross zu verbrannt ist bei dem dünnen Reispapier extrem kurz, daher am besten immer einen Blick drauf haben.
Die Suppe in 4 Teller verteilen und mit veganem Speck und Dill garnieren.
Mengen für ca. 4 Personen
Für den Coq alle Zutaten bis auf das Seitan mit 280 ml Wasser mit dem Stabmixer pürieren.
Seitan Fix hinzugeben und 5-10 Minuten mit der Hand gut verkneten. Danach ca. 30 Minuten ruhen lassen.
In der Zeit für die Soße die Möhren, Pastinake und Sellerie schälen und in ca. 3 cm große Würfel schneiden. Staudensellerie waschen und ebenfalls klein schneiden.
Nun den Seitanteig in 6 gleichgroße Stücke teilen und von allen Seiten mehrmals straff nach innen falten und so eine ovale Form modelieren. In der Pfanne in heißem Rapsöl ein paar Minuten von jeder Seite anbraten.
Die Zwiebeln schälen, klein würfeln und in einem sehr großen Topf mit dem Tomatenmark in 6 EL Rapsöl dünsten. Mit Rotwein ablöschen (ca 4 EL von der Flasche zurückhalten) und das kleingeschnittene Gemüse, die Weintrauben, die Gewürze (bis auf die Petersilie) und die Seitanstücke hinzugeben und bei mittlerer Hitze ca. 30 Minuten köcheln lassen.
In der Zeit die Kartoffeln schälen und wie gewohnt gar kochen.
Champignons putzen und in Scheiben schneiden. In 4 EL Rapsöl anbraten und mit der kleingeschnittenen Petersilie zur Weinsoße hinzufügen und die restlichen 5 Minuten mitköcheln lassen.
Zum Schluß das Mehl mit dem Rotwein anrühren und vorsichtig unter die Soße mischen.
Ideal ist es, wenn man alles 1 Nacht ziehen lassen kann und am nächsten Tag nur noch aufwärmen und die Kartoffeln kochen muß.
Mengen für ca. 1 Springform, 24 cm
Alle Zutaten zügig zu einem glatten Teig verarbeiten. Nur wenn er zu fest oder bröselig erscheint, noch ein klein wenig Wasser hinzufügen. Danach in Frischhaltefolie wickeln und für 30 Minuten kühl stellen.
Eine Springform einfetten und nach der Kühlzeit den Teig auf den Boden der Form bröseln und gleichmäßig mit der Hand glatt drücken. Man kann mit der Rückseite eines Löffels zum Schluss noch feinarbeiten. Mit einer Gabel den Boden des Mürbeteigs mehrmals einstechen.
Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Ober- Unterhitze auf der Mittelschiene 10 -15 Minuten backen.
Zwei gleichgroße Springformen einfetten.
Vanilleschote 1x längst einritzen und das Mark mit einem Löffel herauskratzen. Mit den restlichen trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und gut mischen.
Danach die Milch, Weinbrand und Rapsöl hinzufügen und mit dem Schneebesen oder Mixer zügig zu einem Teig verarbeiten. Dabei dürfen noch kleine Klümpchen übrig bleiben, in der Regel sind sie vom Instantkaffee.
Teig auf die beiden Formen aufteilen und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Ober- Unterhitze auf der Mittelschiene 25-30 Minuten backen (Stäbchenprobe).
Auskühlen lassen
Kakaobutter im Wasserbad schmelzen.
Frischkäse mit Puder- und Vanillezucker verquirlen, die flüssige Kakaobutter unterrühren und zum Schluß mit Weinbrand abschmecken. Wer nicht so gerne Alkohol mag, kann erstmal 2cl nehmen.
Den Mürbeteig aus der Form lösen, auf eine Tortenplatte setzen und mit Marmelade bestreichen.
Den ersten Rührteig auf den bestrichenen Mürbeteig legen, danach die Creme gleichmäßig verteilen und zum Schluss den zweiten Rührteigs drauf legen.
Blockschokolade im Wasserbad schmelzen lassen. Mit Soja Cuisine mischen und gleichmäßig über die geschichtete Torte verteilen.
Abkühlen lassen und als Topping mit Kakao bestreuen. Dies geht am Besten mit einem feinen Sieb.
Mit Weinbrandbohnen oder -fläschchen verzieren und bis zum Verzehr kühl stellen.
Veganer Rollmops – das perfekte Katerfrühstück für unser Mottomenü
Es gibt Dinge im Leben, die einfach zusammengehören: Sommer und Eiscreme, Sonntag und Tatort – und natürlich Kater und Rollmops. Wer schon mal eine wilde Nacht hinter sich hatte, kennt dieses spezielle Bedürfnis am nächsten Morgen: Man braucht etwas, das gleichzeitig salzig, sauer und irgendwie belebend ist. Hier kommt der Rollmops ins Spiel – oder besser gesagt: sein veganer Zwilling! Denn ja, man kann auch als Pflanzenfreund den Tag nach der Party - in unserem Fall nach einem Mottomenü mit Alkohol - retten.
Doch warum hilft ein Rollmops gegen den Kater? Bevor wir in die vegane Version unseres Rollmops-Rezeptes eintauchen, ein kurzer Exkurs: Warum schwören so viele auf eingelegte, salzige Speisen nach einer langen Nacht? Ganz einfach: Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit und Elektrolyte. Das ist mit ein Grund, warum wir uns am Morgen danach fühlen, als hätte ein Dampfwalzenfahrer eine neue Lieblingsbeschäftigung gefunden. Saures Essen, insbesondere mit Essig, regt zudem die Verdauung und den Kreislauf an – genau das, was man nach zu viel Wein, Bier oder Cocktails gebrauchen kann. Doch jetzt zu unserem veganen Rollmopsrezept...
Der klassische Rollmops hat eine lange Tradition als Katerfrühstück, und das nicht ohne Grund. Die salzige Marinade hilft dabei, den Elektrolythaushalt wieder aufzufüllen, die Säure regt die Verdauung an, und die knackige Gurke gibt dem Ganzen einen Frischekick. Aber was tun, wenn Fisch nicht auf dem Teller landet? Ganz einfach: Wir basteln uns unseren eigenen Rollmops – aus Aubergine!
Aubergine statt Hering, geht das? Klar, ein Fisch hat eine gewisse Konsistenz und einen markanten Geschmack. Aber bevor ihr skeptisch werdet – glaubt mir, die Aubergine kann das! Dünn geschnitten, kurz mariniert und angebraten, wird sie butterweich und bekommt genau die richtige Bissfestigkeit. Und das Beste: Durch die typische Rollmops-Marinade aus Essig, Zwiebeln, Senf und Gewürzen nimmt die Aubergine genau das Aroma an, das wir von dem Klassiker kennen.
So bereitest du deinen veganen Rollmops zu:
Das Geheimnis liegt in der Vorbereitung. Die Auberginen müssen zuerst kurz angebraten oder gedämpft werden, damit sie schön geschmeidig werden. Danach baden sie eine Weile in der würzigen Marinade – mindestens ein paar Stunden, besser über Nacht. Dann wird gewickelt: Ein Stück Essiggurke kommt in die Mitte, die Aubergine schmiegt sich drum herum, und mit einem Holzstäbchen wird das kleine Kunstwerk fixiert. Fertig ist der pflanzliche Lebensretter!
Und zum Schluss der Geschmackstest: Kann die vegane Fischalternative was? Oh ja, die kann! Die Aubergine nimmt die würzige, säuerliche Marinade perfekt auf, die Gurke bringt den knackigen Kontrast, und zusammen ergibt das ein Katerfrühstück, das seinesgleichen sucht. Es ist salzig, erfrischend, leicht pikant – und genau das Richtige für müde Körper, die nach einer langen Nacht nach Rettung suchen.
Und das Beste daran? Kein Fischgeruch in der Küche, keine überfischten Meere, kein schlechtes Gewissen. Stattdessen ein nachhaltiger, leckerer Start in den Tag – egal, ob man ihn mit Kater oder einfach nur mit Appetit beginnt.
Also, das nächste Mal, wenn du etwas zu tief ins Glas geschaut hast – oder einfach Lust auf eine kleine Geschmacksbombe hast – probier’s aus! Dein Magen (und der Planet) werden es dir danken.
Mengen für ca. 8 Stück
Aubergine gründlich abwaschen und der Länge nach in schmale Streifen schneiden. Hierbei drauf achten, dass die Streifen nicht zu dick und nicht zu dünn werden, da sie sich sonst entweder nicht rollen lassen oder beim blanchieren zerfallen. Ideal sind 0,3 bis 0,4 cm. Den ersten und letzten Streifen, der quasi nur aus Schale besteht entsorgen. Der Rest in kochendem Salzwasser 1-2 Minuten blanchieren bis sie biegsam sind. Anschließend mit kaltem Wasser abspülen und auslegen.
Wacholderbeere mörsern, Lorbeerblatt und Noriblätter klein reiben. Dillspitzen von den Stielen zupfen.
Alle Zutaten miteinander verquirlen.
Bei den Auberginen-Streifen jeweils am unteren Ende eine Gurke platzieren, aufrollen und mit einem kleinen Holzspieß befestigen. Die fertigen Rollmöpse in einer Schüssel oder einer Auflaufform aufreihen und mit der Marinade begießen.
Idealerweise über Nacht in den Kühlschrank stellen und ziehen lassen, mindestens aber 4-5 Stunden.