Kochen in lecker!
Ich liebe meinen "Chor No 5". Dort sind alles liebe und herzliche Menschen und neben der Freude am Gesang verbindet uns vor allem die Vorliebe fürs Essen.
Und so wie jede Stimme einzigartig ist, so sind auch die Mitglieder mit ihren Geschichten und Vorlieben für bestimmte Speisen einzigartig. Von daher war schnell klar, dass jeder ein bestimmtes, auf ihn zugeschnittenes Gericht bekommt.
So gab es Mitglieder, die eine Zeit in einem bestimmten Land gelebt oder studiert haben (Mexico/Italien) oder einfach eine Vorliebe dafür haben (Frankreich). Mitglieder, die im Biobereich arbeiten und wo der Inbegriff von Bio für mich Grünkern ist. Mitglieder die häufig bestimmte Speisen zu unseren privaten Esstreffen mitbringen (Linsensalat / Butter) oder wo ich weiß, dass sie diese Sachen einfach gerne Essen (Brot / Kartoffeln / Gefüllte Filoteigblätter / Pesto). Und natürlich diejenigen, wo ich eine persönliche Assoziation zu habe oder mit einer Geschichte verbinde (Zwiebel-Chutney / Leberwurst).
Selbstverständlich wären es keine Rezepte von mir, wenn ich nicht überall mein geliebtes Gemüse mit eingebaut hätte ;-)
Pura Vegana!
Mengen für ca. 2 Glas, 150 g
Zucchini waschen, die Enden abschneiden und in kleine Stücke schneiden.
Schalotte schälen und würfeln.
Kidneybohnen waschen und gut abtropfen lassen.
Räuchertofu grob zerbröseln und mit den restlichen Zutaten in einen Mixer geben und zu einer homogenen Masse pürieren.
Je nachdem welchen Tofu man verwendet, wird es eher eine grobe oder feine Leberwurst. Im Kühlschrank hält sie sich ca. 1 Woche.
Mengen für ca. 1 Glas, 250 g
Karotte schälen, raspeln und mit der Hälfte der veganen Butter bei geringer Hitze weich dünsten.
Bis auf die Kornblumen die restlichen Zutaten hinzufügen und mit einem Stabmixer pürieren.
Kornblumen unterheben, in ein Glas oder Schälchen geben, kühl stellen und fest werden lassen.
Vor dem servieren mit ein paar Kornblumen dekorieren.
Pesto eignet sich ganz hervorragend als als Brotaufstrich. Ich möchte noch nicht einmal sagen als "Ersatz", denn dafür ist es zu schade. Nein, es ist eher als allgemeiner Tipp zu verstehen. Falls ihr das nicht eh schon macht. Denn zum einen eignet sich ein Rest Pesto vom Vortag oder der Vorwoche super um das Glas zu leeren und nichts weg zu schmeißen. Das wäre auch zu schade um die guten Lebensmittel.
Manchmal mache ich aber auch direkt ein wenig mehr Pesto, weil ich den Geschmack toll finde und es sich hinter einem Brotaufstrich in keinster Weise verstecken muss. So geschehen in diesem Fall. Diese Menge kann man gut mit etwas Olivenöl auffüllen, nachwürzen und hat noch eine gute Portion für 4 Personen.
Mengen für ca. 1 Glas, 250 g
Rote Beete Blätter waschen, gut abtropfen lassen und etwas klein schneiden.
Knoblauchzehe schälen und vierteln.
Die Sonnenblumenkerne ohne Öl etwas anrösten und mit den restlichen Zutaten in einen Mixer geben, gut durchmixen und abschmecken.
Man hört immer wieder "Eine lange Gehzeit bestimmt die Qualität eines Brotes". Man denkt sich immer "Ach, heute habe ich keine Zeit, muß schon in 4 Stunden auf der Party sein und so wichtig kann es gar nicht sein mit dem Reifen des Teiges".
Ich bin kein Brotspezialist, weder im backen, noch im schmecken. Aber selbst ich merke den Unterschied. Und alle eingeladenen Brotliebhaber noch viel mehr. Dieses Brot muß ich immer wieder machen, daher habe ich hier das Rezept für ein knackiges Weizen-Dinkel-Brot für euch.
Wer ein Freund von knackigen Brotkrusten und einem weichen Kern ist, der sollte sich auf jeden Fall an dieses Rezept wagen. Wobei wagen wirklich sehr übertrieben ist. Denn schwer ist es nicht und die Zutaten für dieses Brot hat man mit etwas Glück auch komplett im Haus. Ihr solltet euch nur entscheiden früh morgens mit der ersten Teigrunde anzufangen, wenn ihr abends das Brot zur Party mitnehmen möchtet. Entspannter ist es am Vorabend. Dann könnt ihr den Teig nach dem zweiten mal kneten über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Und damit kommen wir zum Knackpunkt dieses leckeren Brotes: Denn obwohl das Rezept sehr leicht und theoretisch auch schnell ist, müsst ihr insgesamt vier Knetrunden einlegen und dem Brot Zeit zum gehen geben. Alles andere ist easy peasy und das Ergebnis kann sich wirklich sehen und schmecken lassen.
Ihr könnt das Weizen-Dinkel-Brot auch ein wenig abwandeln. Auf dem Foto seht ihr eine Alternative mit Dinkel-Vollkornmehl. Es funktioniert und schmeckt genauso gut wie reines Dinkelmehl.
Es hat einen sehr feinen Geschmack, ist wenig gesalzen und eignet sich daher perfekt als Brot für Dips, die eher kräftig sind. Wie wäre es mit einer veganen Karottenbutter oder veganen Leberwurst? Die Dips sind sehr schnell zubereitet und man kann perfekt die letzte Geh- und Backzeit des Brotes damit füllen.
Mengen für ca. 1 Stück
Zuerst alle trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und gut vermischen.
Dann das Wasser und Öl hinzufügen und ca. 5 Minuten kräftig miteinander verkneten.
Den Teig mind. 1 Stunde gehen lassen.
Danach nochmals durchkneten und mind. 4 Stunden (besser über Nacht) im Kühlschrank gehen lassen.
Ein letztes mal kneten und 2-3 Stunden gehen lassen bevor man den Teig zu einem Laib formen kann.
Auf ein, mit Backpapier belegtes Blech legen, 2-3 x schräg den oberen Bereich einritzen und nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen.
Im vorgeheiztem Ofen bei 200 Grad Ober- / Unterhitze ca. 40 Minuten backen.
Mengen für ca. 3 Glas, 250 g
Quitten schälen, vierteln, entkernen und mit den Feigen sehr klein schneiden.
Chillischote waschen, Ingwer schälen und beides ebenfalls zerkleinern.
Zwiebeln schälen, fein würfeln und mit dem Ingwer und Chilli in einem Topf in Rapsöl dünsten, bis die Zwiebeln glasig sind.
Die restlichen Zutaten hinzufügen und ca. 1 Stunde einkochen lassen.
Gläser mit kochendem Wasser ausspülen um sie keimfrei zu machen und das Confit noch heiß hinein füllen.
Wenn es kühl steht, hält sich das Confit 2-3 Monate.
Wer gerade keine Quitten zur Hand hat, kann das Confit auch mit Äpfeln und Apfelsaft machen.
Mengen für ca. 4 Personen
Sellerie und Kartoffeln schälen, in gleichgroße Stücke schneiden und mit den restlichen Zutaten in eine Auflaufform geben.
Bei 200 Grad Ober- Unterhitze 20-30 Minuten backen bis das Gemüse gar ist. Zwischendurch 1 oder 2x umschichten, damit immer alles mit Öl bedeckt ist.
Mengen für ca. 4 Personen
Grünkern waschen und mit Alsan und Salz in ca. 800 ml Wasser nach Packungsbeilage gar kochen und überschüssiges Wasser abschütten.
In der Zwischenzeit das Ende der Porrestangen entfernen und in fingerdicke Ringe schneiden. Wenn man sie vorher in ein mal längst einschneidet, dann zerfallen und garen sie besser. In einer Pfanne in Öl weich dünsten.
Frühlingszwiebeln, Radieschen und den Apfel waschen.
Den Apfel vierteln, Kerngehäuse entfernen und in eine Schüssel raspeln.
Die Frühlingszwiebeln in kleine Ringe und die Radieschen in Scheiben oder Würfel schneiden und mit den restlichen Zutaten dazu geben.
Die Kerbelblätter von den Stielen zupfen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Mengen für ca. 10 Stück
Paprika waschen, entkernen und in sehr kleine Stücke schneiden.
Die Zwiebel und Knoblauchzehe schälen und fein würfeln.
In einer Pfanne das Öl erhitzen und das Gemüse mit dem Hack anbraten.
Die Pfanne vom Herd nehmen und den veganen Ziegenkäse oder Feta sehr klein würfeln. Zusammen mit den Hefeflocken und den Gewürzen zum Hack geben und kräftig abschmecken.
Filoteig in ca. 10x20 cm große Rechtecke schneiden. Ein Rechteck auslegen und mit etwas Öl einpinseln. Ein zweites Rechteck drauf legen und nochmals einpinseln.
Ca. 2 EL Hack zu einer kleinen Rolle formen und am einem kurzen Ende auf die Blätter legen. Dabei drauf achten, dass die Füllung nicht bündig zum Teigrand ist, sondern noch rechts und links ca. 2 cm frei lassen. Diese Seiten werden zur Mitte eingeschlagen, damit die Füllung nicht aus dem Teig quillt. Nach dem einschlagen den Teig nochmal bepinseln, die Füllung einrollen und die Rolle so auf ein gefettetes Backblech legen, dass der Abschluss unten ist und die Rolle nicht aufgeht. Von außen nochmals mit Öl bepinseln, damit sie nicht zu trocken werden und brechen.
Diesen Vorgang so lange wiederholen bis die Füllung aufgebraucht ist.
Im vorgeheiztem Backofen bei 180 Grad Ober-/ Unterhitze ca. 15-20 Minuten backen. Sie sollten noch hell und nur leicht angebräunt sein.
Die Röllchen aus dem Backofen holen und auf einem Teller anrichten. Mit etwas Wasser oder Öl bepinseln und die Kreuzkümmel leicht drauf drücken. Kresse drüber streuen.
Bei uns im Chor ist der Linsensalat von Gilla legendär. Keine private Ferienchorprobe bei jemandem zuhause, kein Selbstversorger-Chorwochenende, keine Zusammenkunft außerhalb des Chorraumes, wo wir nicht essen und der berühmte Linsensalat auf den Tisch kommt. Eigentlich eine Anmaßung, dass ich versuche auch einen leckeren Salat mit schwarzen Linsen zu machen, aber diesen Salat verbinde ich eben mit Gilla. Und letzten Endes ist er doch ganz anders, denn durch die Zugabe von Gemüse , getrockneten Tomaten und einem eigenen Salatdressing, ist er eben doch ganz anders.
Belugalinsen sorgen für eine angenehm erdige Tiefe, während Fenchel mit seiner leichten Anisnote das Ganze auf ein frisches Level hebt. Getrocknete Tomaten bringen eine intensive Süße, Schalotten geben ein bisschen Schärfe, und der scharfe Senf im Dressing macht das Ganze richtig spannend. Und dann wäre da noch ein ordentlicher Schuss Rotweinessig – für die Säure, für die Balance, für das gewisse Etwas.
Ob als leichtes Abendessen, als Beilage zum veganen Grillen oder als Meal-Prep-Highlight für die Arbeit: Dieser Salat schmeckt immer – und mit jedem Bissen ein bisschen nach Gilla :-)
Wenn Du mehr über die anderen Mitglieder wissen möchtest, dann schau Dir gerne das ganze Chor No5 Menü an, welches im Rahmen des Motto kochens entstanden ist.
Mengen für ca. 4 Personen
Die Belugalinsen nach Packungsbeilage kochen, so dass das komplette Wasser aufgezogen wird. Die Brühe kann zum kochen dazu gegeben werden oder wenn die Linsen gar sind unter gehoben werden.
Fenchelknollen halbieren oder vierteln, die trockenen Enden kappen und den Strunk heraus schneiden. Etwas Fenchelgrün als Deko zur Seite legen und den Fenchel in sehr klein Stücke teilen. Die Schalotten schälen, klein würfeln und mit dem Fenchel ein wenig in Öl andünsten.
1-2 getrocknete Tomaten ebenfalls als Deko beiseite legen und den Rest klein schneiden.
Alle Zutaten miteinander vermischen und nach Möglichkeit noch ein paar Stunden ziehen lassen.
Vor dem servieren nochmals gut durch mischen, final abschmecken und die Tomaten und Fenchelgrün über den Salat geben.
Mengen für ca. 4 Personen
Zwiebeln und Knoblauchzehe schälen, würfeln und mit den veganen Hähnchenschnetzeln in einer Pfanne mit Öl kross braten. Mit den Gewürzen abschmecken.
Die Bohnen und den Mais in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen.
Die Tomaten waschen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in kleine Stücke schneiden.
Die Avocado schälen, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch ebenfalls in kleine Stücke schneiden.
Zusammen mit den Hähnchenschnetzeln und Zitronensaft in eine Schüssel geben, und mit dem Kreuzkümmel und evt. noch etwas Öl, Salz, Paprika, Pfeffer oder Chilli dazu geben, wenn die Hähnchenschnetzel nicht genug gewürzt waren. Zum Schluß mit Korianderblättern bestreuen.
Das Rezept für die veganen Jakobsmuscheln ist im Rahmen des Motto kochen entstanden, bei dem es darum ging, jedem Chor-Mitglied ein passendes Gericht zuzuordnen.
Für die frankophile Claudia musste es ein französisches Gericht sein, das war schon mal klar. Selbst eine gute Köchin, eher ruhig und zurückhaltend, durfte es ein bisschen Drama in der Küche sein. Und nein, ich rede nicht von angebrannten Pfannen oder einem Küchenchaos nach ambitionierten Experimenten. Ich meine das gute Drama. Das, bei dem der erste Bissen eine kleine Geschmacksexplosion auslöst, das Herz kurz schneller schlägt und man sich fragt: Warte mal – ist das wirklich vegan?!
Hier kommen die veganen Jakobsmuscheln aus Kräuterseitlingen ins Spiel. Diese Pilze haben die perfekte fleischige Konsistenz, nehmen Aromen auf wie ein Schwamm und werden in veganer Butter mit Knoblauch und Thymian goldbraun gebraten – einfach zum Niederknien. Aber der eigentliche Star? Die Cognac-Soße! Eine tiefgründige, samtige Kreation mit Zwiebeln, Karotten, Staudensellerie und einem Hauch von Süße durch grüne Weintrauben. Der Cognac (oder Pommeau, für die Experimentierfreudigen) bringt eine elegante, leicht rauchige Note ins Spiel, während veganer Frischkäse das Ganze schön cremig abrundet.
Das Ergebnis: ein edles, fast dekadentes Gericht, das perfekt für ein schickes Dinner ist – oder einfach für einen Abend, an dem man sich selbst etwas gönnen möchte. Dazu ein Glas Rotwein, gute Musik im Hintergrund, und Münster fühlt sich für Claudia hoffentlich ein bisschen nach Frankreich an.
Mengen für ca. 4 Personen
Die Zwiebeln und Karotten schälen, von der Staudensellerie die Blätter und den Stielansatz abschneiden und alles in kleine Würfel schneiden.
Das Rapsöl in einem Topf erhitzen und das Gemüse ein paar Minuten andünsten. Die Gemüsebrühe hinzufügen und und 5-10 Minuten mit offenem Deckel bei stärkerer Hitze einkochen lassen.
Die Weintrauben waschen, trocken tupfen und mit dem Frischkäse, No Fisch Soße und Cognac dazu geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und bei ganz kleiner Hitze warm halten.
Knoblauchzehe schälen, klein würfeln, Kräuterseitlinge putzen und in ca. 3 cm dicke Scheiben schneiden. In einer Pfanne Alsan erhitzen und die Kräuterseitlinge mit dem Knoblauch und den ganzen Thymianzweigen von beiden Seiten goldbraun braten.
Die Soße auf 6 Schälchen aufteilen und die Kräuterseitlinge dazu legen. Mit ein paar Thymianblättchen bestreuen.
Mengen für ca. 4 Personen
Die Aubergine waschen, in ca. 2 cm große Würfel schneiden und in einer Schüssel mit Wasser 15 Minuten einweichen lassen, damit sie beim braten nicht so viel Öl ziehen. Danach abgießen.
Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen, klein würfeln und mit den Auberginen und Salz in einer großen Pfanne in Öl anbraten.
Tomaten, Zitronensaft, Zucker, Oregano und Pfeffer hinzugeben und 10 Minuten köcheln bis die Auberginen weich werden. Basilikum unterrühren, alles in eine Auflaufform geben, Mozarella drüber streuen und bei 200 Grad Ober- Unterhitze ca. 20 Minuten backen bis der Käse verlaufen ist.
Vor dem servieren mit ein paar Basilikumblättern dekorieren.