Zucchini-Curry-Creme – ein kleines Lied in Grün
Es ist wieder soweit: Die Zucchini Sistaz sind im Stadttheater! Und wie jedes Mal, wenn diese drei zauberhaften Damen mit Trompete, Kontrabass und Gitarre die Bühne betreten wo ich später als Gast dabei sein werde, koche ich ein veganes Rezept mit – na klar – Zucchini. Es ist inzwischen fast schon ein Ritual geworden. Manche Menschen sammeln Konzerttickets, andere T-Shirts oder Gitarrenplektren – ich sammle Zucchini-Konzert-Rezepte. Und ich schwöre, es ist die schönste Sammlung der Welt, weil sie duftet, dampft, schmeckt und sich jedes Jahr ein bisschen weiterentwickelt.
Heute Abend also: Konzert der Zucchini Sistaz. Und nicht irgendeines, sondern ihr 25-jähriges Jubiläumskonzert! Ich kann es kaum fassen – ein Vierteljahrhundert Swing, Stil und Schalk. Geklungen hat die Ankündigung damals schon wie ein Versprechen: Ich saß letztes Jahr beim Weihnachtskonzert, noch leicht beschneit, mit einem Becher Glühwein in der Hand, und da sagte der Moderator: „Nächstes Jahr feiern wir 25 Jahre Zucchini Sistaz!“ Klar, dass ich mir dieses Datum im Kalender dick anstreichen musste. Und natürlich auch, dass ich dann wieder etwas Grünes, Feines und leicht Verrücktes in meiner Küche zaubern würde.
Ich habe mein grünes Kleid schon rausgelegt (leicht glitzernd, versteht sich), und während ich die Setlist vom letzten Jahr durchscrolle, köchelt ich ganz fix und schnell in der Küche die Zucchini-Curry-Creme. Cremig, würzig, sonnig und irgendwie musikalisch. Wenn es möglich wäre, Geschmack in Jazzakkorde zu übersetzen – dieses Gericht wäre ein swingender Moll-Septakkord mit einem kleinen Augenzwinkern.
